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Update 52/17-Studie: Produktivste arbeiten nun 112/26 – Pandemie verlängert Arbeits- und Pausenzeiten

Update 52/17-Studie: Produktivste arbeiten nun 112/26 – Pandemie verlängert Arbeits- und Pausenzeiten

Bei DeskTime führten wir 2014 eine umfassende Studie durch, in der wir die Gewohnheiten der 10 % produktivsten Nutzer analysierten. Ergebnis: Sie arbeiteten durchschnittlich 52 Minuten in konzentrierten Sprints, gefolgt von 17-minütigen Pausen.

Diese Erkenntnisse gingen viral und wurden von BBC, The Atlantic, Inc. und Fast Company aufgegriffen, in Fachzeitschriften zitiert und sogar in Tools umgesetzt.

Sieben Jahre später haben wir die Analyse wiederholt, um Veränderungen zu tracken.

112/26: Das neue Produktivitätsverhältnis

Die 10 % Produktivsten arbeiten heute durchschnittlich 112 Minuten am Stück, gefolgt von 26 Minuten Pause. Das sind mehr als doppelt so lange Sprints und fast doppelt so lange Erholungsphasen wie zuvor.

Vorher saßen sie knapp eine Stunde am Desk – jetzt fast zwei Stunden nonstop.

Update 52/17-Studie: Produktivste arbeiten nun 112/26 – Pandemie verlängert Arbeits- und Pausenzeiten

Pandemie-Effekt: Längere Arbeitsblöcke durch Homeoffice

Die Ergebnisse spiegeln die Pandemie wider, die Arbeitsroutinen grundlegend verändert hat. Homeoffice-Arbeiter kompensieren fehlende Büropräsenz oft mit längeren Sitzzeiten und verschwimmen die Grenzen zwischen Job und Privatleben.

Organisationspsychologin Katrina Osleja betont: Mehr Online-Meetings binden uns länger ans Gerät.

Trend schon vor Covid: Von 52/17 zu 80/17

Wir prüften Daten aus Februar 2020: Das Verhältnis lag bei 80/17 – 80 Minuten Arbeit, 17 Minuten Pause. Seit 2014 wächst die Sprint-Länge kontinuierlich; die Pandemie hat das beschleunigt.

Homeoffice schadet dem Wohlbefinden

Vor der Pandemie ermöglichten kürzere Sprints (passend zur 100%-Hingabe-Theorie und Pomodoro-Methode) effektive Arbeit mit Pausen. Heute zwingen Back-to-Back-Meetings zu Marathon-Sessions.

Das birgt Risiken: Geistige Erschöpfung, Augenbelastung, Burnout und Herzprobleme. Selbst Top-Performer fallen in die Überarbeitungsfalle.

Tipps für produktives Homeoffice

Kenntnisse helfen: Bewusst Pausen einplanen, um nachhaltig leistungsstark zu bleiben.

  • Stehpult nutzen: Stapeln Sie Ihren Monitor auf – bewegen Sie sich flexibel.
  • In die Ferne schauen: Augen entspannen, z. B. aus dem Fenster auf Bäume blicken.
  • Walk-and-Talk: Bei Calls um den Block gehen.
  • Pausen planen: Ignorieren Sie den inneren Drang – Erholung boostet Output und reduziert Stress.

Pausen sind essenziell für Langzeitproduktivität. Streben Sie den bewährten 52/17-Rhythmus an – gut für Leistung und Gesundheit.