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Manuka-Honig aus Neuseeland: Wirkung, Studien und Nachhaltigkeit des Super-Honigs

Als Experten für natürliche Heilmittel erklären wir die gesundheitlichen Vorteile von Manuka-Honig, seine Herstellung und die tatsächliche Nachhaltigkeit dieses Premium-Produkts.

Manuka-Honig kostet durchschnittlich über 70 Euro pro Kilo und wird aus Neuseeland importiert, was die Ökobilanz belastet. Dennoch fasziniert seine außergewöhnliche Wirkung als hochwertiges Naturprodukt.

Manuka-Honig: Starke Wirkung durch hohen Methylglyoxal-Gehalt

Jeder Honig wirkt antibakteriell und stärkt das Immunsystem. Manuka-Honig übertrifft andere Sorten jedoch bei weitem dank seines hohen Gehalts an Methylglyoxal (MGO), wie Studien der TU Dresden belegen. Dieses Stoffwechselprodukt entsteht bei der Zucker-Verstoffwechslung und wird normalerweise enzymatisch abgebaut.

Während andere Honige nur 1–2 mg MGO pro Kilo enthalten, weist Manuka-Honig 300–700 mg auf. Die genaue Ursache ist noch nicht endgültig geklärt.

Achtung für Diabetiker:innen: Laut Deutscher Apotheker Zeitung ist Manuka-Honig nicht empfehlenswert. Konsultieren Sie vor der Einnahme einen Arzt.

Studien zur Wirksamkeit von Manuka-Honig

Die Effekte sind nicht vollständig bewiesen, doch vielversprechende Studien deuten auf Potenzial hin:

  • Erste Untersuchungen der Universität Ottawa zeigen Wirkung gegen Erreger bei Nasennebenhöhlenentzündungen.
  • Neuseeländische und US-Studien bestätigen antibakterielle Effekte bei Magen-Darm-Erkrankungen durch Koli-Bakterien sowie bei Erkältungen, Atemwegsinfektionen, Mittelohrentzündungen und Virusgrippen dank antivirulenter Eigenschaften.
  • Weitere Forschungen belegen Vorteile in der Zahnpflege.

Echter Manuka-Honig ausschließlich aus Neuseeland

Der Honig stammt aus dem Nektar der Südseemyrte (Leptospermum scoparium), einer in Neuseeland endemischen Pflanze. Maori nannten sie Manuka und nutzten Blätter, Blüten und Honig traditionell medizinisch.

Nur neuseeländischer Honig erreicht den hohen MGO-Gehalt. Imker ernten ihn kurz nach der Blüte, um Vermischungen zu vermeiden – dennoch kann der Gehalt variieren.

Seriositätsmerkmale sind Angaben wie MGO oder UMF (Unique Manuka Factor) auf dem Etikett. Fehlende Kennzeichnung deutet auf Fakes hin. Die hohe Nachfrage führt zu Fälschungen: TU Dresden fand 2015 nur in jedem sechsten Glas reinen Manuka-Honig.

Manuka-Honig zur Wund- und Krankheitsbehandlung

Seine antiseptische Kraft eignet sich zur Desinfektion kleiner Schnitt- oder Schürfwunden. Verwenden Sie ausschließlich medizinischen Honig aus der Apotheke und nach Rücksprache mit Fachpersonal.

Klinische Studien testen Salben auf Manuka-Basis mit ermutigenden Ergebnissen:

  • Die Bonner Uniklinik setzte ihn erfolgreich in der Kinderstation ein.
  • Weitere Bonner Forschungen prüfen Effekte beim diabetischen Fußsyndrom.
  • Er wird gegen antibiotikaresistente Krankenhauskeime wie Staphylococcus aureus getestet.

Fazit: Potenzial mit Öko-Herausforderungen

Die Wirkungen von Manuka-Honig sind vielversprechend, doch der energieintensive Import und Ressourcenmangel sprechen dagegen. Heimische Alternativen sind oft ausreichend. Entdecken Sie:

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