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Die ideale Gute-Nacht-Lektüre wählen: Experten-Tipps für besseres Einschlafen

Es war einmal, lange bevor meine Abendroutine aus mehrstufiger Hautpflege oder geführter Meditation bestand: Ich schlief ein, während meine Eltern mir eine Gute-Nacht-Geschichte vorlasen. Ich erinnere mich noch genau daran, wie ich mir die Zähne geputzt, mich auf die Zehenspitzen gestellt habe, um ans Waschbecken zu reichen, und gespannt die Lektüre des Abends auswählte.

Damals beschränkte sich meine Auswahl auf altersgerechte Märchen und Moralgeschichten. Heute ist mein Lesegeschmack vielfältiger – doch Thriller oder existenzielle Dramen eignen sich kaum als Schlaflieder. Wie wählt man nun die perfekte Gute-Nacht-Lektüre, die wirklich beim Einschlafen hilft? Hier teilen Schlafexperten ihre fundierten Empfehlungen für Bücher, die Sie optimal in den Schlaf versetzen.

Warum stressige Lektüren vor dem Schlafengehen tabu sind

Major Allison Brager, Ph.D., betont die Bedeutung eines niedrigen Aktivitätszustands vor dem Einschlafen. Dazu gehören auch die Inhalte, die Sie lesen: Die Worte auf der Seite können den Übergang vom Wachsein zum Schlafen erleichtern oder erschweren.

Zudem beeinflusst Ihre Gute-Nacht-Lektüre Träume und bereitet Sie auf den nächsten Tag vor. „Die Gedanken, mit denen du einschläfst, sind oft die ersten am Morgen. Sie – zusammen mit der Schlafqualität der Nacht – programmieren deine Stimmung für den ganzen Tag“, erklärt Jacob Teitelbaum, M.D., Schlafexperte und Autor von From Fatigued to Fantastic. Vermeiden Sie daher Lesestoff, der Adrenalin auslöst, das Einschlafen verzögert oder dunkle Themen birgt, die Albträume provozieren.

Was Sie stattdessen wählen sollten

Ideal ist keine Lektüre, die Sie um 23 Uhr aus dem Bett springen lässt oder zum Grübeln über den Sinn des Lebens anregt – alles, was das Nervensystem aktiviert, scheidet aus. Dennoch sollte die Geschichte fesselnd genug sein, um stressige Gedanken abzulenken.

Die passende Wahl ist subjektiv: „Was für den einen schlaffördernd ist, kann für den anderen zu aufregend oder langweilig wirken“, sagen Heather Turgeon und Julie Wright, Gründerinnen von The Happy Sleeper und Autorinnen von Generation Sleepless. Wichtig: Nichts zu Fadiges, „sonst schleichen sich andere Gedanken ein und halten Sie wach“, raten sie.

Die zertifizierte Schlafberaterin Kaley Medina, Gründerin von Live Love Sleep, warnt vor echten Pageturnern: „Solche Bücher, die Sie aus purer Neugier nicht weglegen können, verzögern oft die Schlafenszeit – Sie grübeln über die Fortsetzung.“

Welche Lektüre trifft die perfekte Balance? Experten sind sich einig: Wählen Sie Unbeschwertes mit fröhlichen Themen, das den Geist beruhigt. Teitelbaum schwört auf romantische Komödien, Turgeon und Wright empfehlen Reiseberichte, leichte Fantasy, Freundschaftsgeschichten oder Biografien. Fast alles außer gruseliger Fiktion passt für Michael J. Breus, Ph.D. („The Sleep Doctor“) – am besten physische Bücher, um blaues Licht zu meiden, das den Schlafrhythmus stört.

Das Wichtigste im Überblick

Lesen transportiert den Geist an einen erholsamen Ort fernab des Alltagsstresses und fördert so das Einschlafen. Doch nicht jedes Buch taugt dafür. Die richtige Gute-Nacht-Lektüre macht den Unterschied zwischen raschem Einschlafen und durchgehender Nachtruhe oder endlosen Kampf mit der Schlaflosigkeit. Wählen Sie etwas, das fesselt, ohne zu erregen – und gönnen Sie Ihrem Gehirn eine Pause von den täglichen Belastungen.