Es ist gängig, ein Glas Wasser neben das Bett zu stellen – für den Fall, dass Durst während der Entspannung aufkommt. Besser griffbereit als aus dem warmen Bett steigen. Doch zu viel Wasser vor dem Schlafengehen kann die Schlafqualität stören. Aber wie viel ist zu viel? Und wann genau der letzte Schluck?
Lizenzierte Psychologin und Verhaltensschlafspezialistin Shelby Harris, PsyD, DBSM, erklärt es im mindbodygreen-Podcast. Hier die wichtigsten Erkenntnisse.
Wann mit dem Trinken aufhören für optimalen Schlaf?
Die Balance zwischen Flüssigkeitsaufnahme und Schlaf folgt einer Glockenkurve: Zu wenig Wasser mindert die Erholung, da Schlafmangel dehydrierend wirkt. Eine Studie von 2019 zeigt, dass Erwachsene mit kurzem Schlaf (sechs Stunden oder weniger) oft dehydriert sind. Zu viel Flüssigkeit hingegen führt zu nächtlichen Toilettengängen und Unterbrechungen.
Der Sweet Spot ist individuell. mbg-Gründer und Co-CEO Jason Wachob setzt um 19 Uhr sein Limit, um Toilettenbesuche zu vermeiden. Harris rät: Beobachten Sie Ihre Tageszufuhr. "Viele trinken tagsüber zu wenig und kommen abends durstig an", sagt sie. "Hydratisieren Sie gleichmäßig über den Tag – so vermeiden Sie nächtliche Defizite." Für eine klare Regel: Urologin Vannita Simma-Chiang, M.D., empfiehlt den letzten Schluck 3–4 Stunden vor dem Zubettgehen.
Verbannen Sie die Wasserflasche nicht komplett: Bei starkem Durst reicht ein Schluck. Auch für Abendmedikamente oder Schlafmittel sind ein paar Schlucke nötig. Harris: "Das ist okay, aber begrenzen Sie auf maximal 8 Unzen (ca. 240 ml)." Starke schlaffördernde Inhaltsstoffe wie Magnesiumbisglycinat, Jujube und PharmaGABA®® überwiegen da leicht – und Kapseln brauchen nur wenige Schlucke.
Priorisieren Sie die Tageshydrierung: "Nach einer schlechten Nacht starten Sie mit einem großen Glas Wasser, ideal mit Zitronenscheibe", rät Harris.
Das Wichtigste im Überblick
Begrenzen Sie die Flüssigkeitsaufnahme 2–4 Stunden vor dem Schlafengehen. Laden Sie morgens nach – das gleicht Dehydration aus und reduziert Abenddurst. Wie Wachob: Früh vorladen für ruhige Nächte.
Bei Schwangerschaft, Stillzeit oder Medikamenteneinnahme: Arzt konsultieren, bevor Sie Ergänzungen starten. Immer optimal, einen Fachmann zu befragen.