DeuAq.com >> Leben >  >> Gesundheit

Schlafqualität im Alter: Warum sie abnimmt und wie Sie dagegen vorgehen können

Für viele ältere Erwachsene wird ein erholsamer Schlaf zur Herausforderung. Studien belegen: Ab 65 Jahren haben Menschen häufiger Einschlaf- und Durchschlafprobleme als Jüngere. Sie verbringen mehr Zeit wach im Bett und weniger im regenerierenden Tiefschlaf.

Wir haben Schlafspezialisten befragt, um die Gründe für den altersbedingten Qualitätsverlust zu ergründen und effektive Maßnahmen zu finden.

Warum neigen ältere Erwachsene zu Schlafstörungen?

Kelly Glazer Baron, Ph.D., MPH, DBSM, klinische Psychiaterin und Leiterin des Programms für Verhaltensschlafmedizin an der University of Utah, betont: Unser Schlafbedarf bleibt im Erwachsenenalter konstant. „Die Daten zeigen, dass sich die benötigte Schlafdauer nicht ändert“, erklärt Baron gegenüber mbg. „Der Unterschied liegt in unserer Fähigkeit, diesen Schlaf zu erlangen.“

Mit anderen Worten: Bis zu 50 % der Älteren berichten von Insomnie-Symptomen – doch das ist kein normaler Teil des Alterns, wie ein Übersichtsartikel in Sleep Medicine Clinics hervorhebt.

Warum ist das so? Eine Kombination aus Faktoren: „Hormonelle Veränderungen, medizinische Erkrankungen und Stress mindern die Schlafqualität“, sagt Neurologin Nicole Avena, Ph.D.

Ältere Menschen sind oft weniger aktiv, nehmen mehr Medikamente und leiden häufiger unter chronischen Schmerzen oder einer überaktiven Blase – alles Schlafstörer.

Der Ruhestand mit flexiblen Zeitplänen kann paradoxerweise schaden: „Zu viel Schlafen führt zu fragmentiertem, ineffizientem Schlaf und viel Wachzeit im Bett“, warnt Baron.

Deshalb ist ein fester Schlaf-Wach-Rhythmus essenziell – finden Sie einen passenden und halten Sie ihn ein.

„Tägliche geistige und körperliche Aktivität ist entscheidend“, ergänzt Baron. Bewegung verbessert nachweislich den Schlaf: Mäßige Aktivitäten wie zügiges Gehen, Körpergewichtsübungen oder Yoga reichen aus, wenn regelmäßig.

Halten Sie den Geist fit durch Lesen, Denksport oder soziale Kontakte und achten Sie auf die psychische Gesundheit. Diese Maßnahmen fördern nicht nur Schlaf, sondern auch Langlebigkeit und Wohlbefinden.

Vorbereitung auf lebenslange gute Nächte

Können Jüngere vorbeugen? Teilweise: Ein gesunder Lebensstil zahlt sich aus. „Fitte Menschen schlafen besser“, sagt Baron. „Gute körperliche und kardiovaskuläre Gesundheit schützt vor Alzheimer und Schlafstörungen – alles hängt zusammen.“

Gute Gewohnheiten früh etablieren: Alkohol und Koffein früh meiden; abends keine zuckerreichen Snacks oder große Mahlzeiten, stattdessen magnesiumreiche Lebensmittel; Bildschirme eine Stunde vor dem Schlaf aus; kühle, dunkle Schlafumgebung schaffen.*

Fazit: Schlafprobleme ändern sich mit dem Alter, Ihre Strategien aber nicht zwangsläufig.