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Neurowissenschaftlerin Tara Swart erklärt den entscheidenden Unterschied zwischen Furcht und Angst

Das Jahr 2020 war von Angst und Sorge geprägt. Obwohl diese emotionalen Zustände ähnlich wirken, gibt es subtile Unterschiede, die es lohnt zu kennen. Hier erklärt die Neurowissenschaftlerin und Autorin von The Source, Tara Swart, Ph.D., den Unterschied zwischen Furcht und Angst – und warum er so bedeutsam ist.

Der Unterschied zwischen Furcht und Angst

Laut Swart ist Furcht die ursprünglichste Emotion. Sie zählt sie zu den Überlebensemotionen wie Wut, Ekel, Scham und Traurigkeit. „Sie sind wie Primärfarben für Emotionen“, sagt sie und ergänzt: „Alle unsere Gefühle sind Kombinationen dieser Grundemotionen. Eifersucht etwa ist Liebe gemischt mit Wut.“

Angst hingegen – klinisch betrachtet – ist eher ein mentaler Zustand. Während man Angst fühlen kann, umfasst Angst mehr als eine reine Emotion: Sie manifestiert sich oft körperlich, etwa durch beschleunigten Atem und Herzschlag, Schlafstörungen oder wiederkehrende negative Gedanken.

Warum ist dieser Unterschied wichtig?

Furcht und Angst gehen oft Hand in Hand, und Furcht kann in Angst münden. Der Kernunterschied: Furcht ist eine Emotion, Angst ein umfassender Seinszustand. „Furcht ist Teil des gesamten Angst-Cocktails, aber Angst umfasst Emotionen, körperliche Empfindungen und Denkprozesse“, erklärt Swart.

Wenn wir verstehen, was wir wirklich erleben, können wir gezielter damit umgehen. Jeder kennt Furcht, doch anhaltende, chronische Formen mit Stresssymptomen deuten auf Angst hin.

So verhindern Sie, dass Furcht in Angst umschlägt

Bei Furcht lohnt es, die Ursache zu ergründen. Bauen Sie Mut und Selbstvertrauen auf oder akzeptieren Sie radikal, was Sie nicht kontrollieren können. Furcht als Emotion zu erkennen, zu bewältigen und zu transformieren, ist entscheidend.

Bei Angst hilft es am besten, den Körper in den parasympathischen Ruhezustand zu versetzen. Swart empfiehlt Yoga-Posen wie die Vorwärtsfalte. Reduzieren Sie Koffein, achten Sie auf ausgewogene Ernährung und ziehen Sie bei Bedarf einen Therapeuten hinzu.

Zusammenfassung

Furcht und Angst sind eng verwandt, aber nicht identisch. Den Unterschied zu kennen, ist der erste Schritt, um sie zu meistern und gestärkt daraus hervorzugehen.