Die Ernährung ist ein entscheidender – tatsächlich der wichtigste – Faktor zur Vorbeugung von Herzerkrankungen. Eine neue Studie im Journal of the American College of Cardiology zeigt, dass Omega-3-Fettsäuren in der Ernährung besonders herzschützend wirken.
Die Untersuchung ergab, dass eine Kombination aus eicosapentaensäurehaltigen (EPA) und alpha-linolensäurehaltigen (ALA) Omega-3-Fettsäuren das Todesrisiko bei Herzinfarktpatienten um bis zu drei Jahre senkt.
Was hat die Studie ergeben?
Die Analyse umfasste 944 Erwachsene im Durchschnittsalter von 61 Jahren. Während des Krankenhausaufenthalts wurde bei jedem Teilnehmer Blut entnommen, um den Ausgangswert der Omega-3-Fettsäuren zu messen. Die Forscher prüften, ob Patienten mit höheren Omega-3-Spiegeln zum Zeitpunkt des Infarkts drei Jahre später besser vor Tod geschützt waren als jene mit niedrigen Werten. Tatsächlich waren sie es.
Menschen mit höheren ALA-Werten senkten ihr Gesamtsterberisiko, während höhere EPA-Spiegel das Risiko für herzbedingten Tod reduzierten. Da ein zweiter Herzinfarkt innerhalb der ersten fünf Jahre nach dem ersten bei 36 % der Männer und 47 % der Frauen tödlich endet, ist dieser Faktor hochprominent.
So integrieren Sie mehr Omega-3-Fettsäuren in Ihre Ernährung
EPA-reiche Lebensmittel sind fetter Fisch wie Thunfisch, Lachs, Austern, Makrelen, Sardellen, Hering und Sardinen. ALA finden Sie in pflanzlichen Quellen wie Walnüssen, Leinsamen, Chiasamen und Meeresgemüse.
„Neu an dieser Studie ist, dass ALA und EPA offenbar zusammenwirken, um die Langzeitprognose nach Herzinfarkt zu verbessern“, erklärt Studienleiter Aleix Sala-Vila, Ph.D., in einer Pressemitteilung. „Der Verzehr von marinen und pflanzlichen Omega-3-Quellen wie Lachs, Walnüssen und Leinsamen bietet den besten Schutz.“
Fazit
Eine omega-3-reiche Ernährung fördert die allgemeine Gesundheit und ist besonders vorteilhaft für Personen mit Herzinfarktvergangenheit oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Zwar ist der kausale Zusammenhang noch nicht vollständig geklärt und weitere Studien nötig, doch die Ergebnisse sind ermutigend.