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Studie beweist: Leichte körperliche Aktivität senkt Schlafapnoe-Risiko erheblich

Etwa 29 Millionen US-Erwachsene – das entspricht rund 12 % der Erwachsenenbevölkerung – leiden an Schlafapnoe. Diese Erkrankung zeichnet sich durch wiederholte Atempausen aus, die den Schlaf stören und zu Schnarchen, Kopfschmerzen oder Stimmungsschwankungen führen können. Lebensstiländerungen können die Symptome lindern, und eine aktuelle Studie im Journal of Clinical Sleep Medicine unterstreicht die Rolle von Bewegung.

Forscher fanden heraus, dass bereits leichte Steigerungen der körperlichen Aktivität das Risiko für obstruktive Schlafapnoe (OSA) senken. Die Ergebnisse wurden im vergangenen Juni veröffentlicht.

Was zeigen die Studienergebnisse?

Um Zusammenhänge zwischen Schlafqualität und Aktivität zu untersuchen, analysierten Experten Daten von 155.448 Erwachsenen mit einem Durchschnittsalter von 46 Jahren – die größte Studie dieser Art. Basierend auf der Ontario Health Study prüften sie Lebensstil, medizinische Daten, soziodemografische Faktoren und Schlafmuster.

Bei knapp 7 % der Teilnehmer wurde Schlafapnoe diagnostiziert. Diese Gruppe führte häufiger einen sitzenden Lebensstil als die anderen.

Der Vergleich der Aktivitätsniveaus zeigte: Selbst minimale Erhöhungen halfen. Eine 10-prozentige Steigerung, etwa durch mehr Gehen, reduzierte das Risiko deutlich.

„Unsere Ergebnisse betonen die präventive Wirkung körperlicher Aktivität bei Schlafapnoe“, erklärt Leitautor Lyle Palmer, Ph.D., in einer Pressemitteilung. „Überraschend: Schon Gehen allein senkt das Risiko, nicht nur intensive Sportarten.“

Wie viel Bewegung reicht? Für Gehen empfehlen die Experten 20 zusätzliche Minuten täglich. Bei intensiveren Aktivitäten genügen acht Minuten, um Risiken zu mindern und die Schlafqualität zu steigern.

Warum ist diese Studie bedeutsam?

„Schlafapnoe-Raten bei Kindern und Erwachsenen steigen. Modifizierbare Schutzfaktoren wie Bewegung sind entscheidend“, betont Palmer. „Sie fördert nicht nur besseren Schlaf, sondern die Gesundheit insgesamt.“

Für Betroffene könnte dies eine einfache, kostengünstige Ergänzung zu Therapien sein. Weitere Tipps für guten Schlaf: Magnesiumpräparate, feste Schlafenszeiten und eine optimale Raumtemperatur.

Die Inhalte basieren auf Studienergebnissen und ersetzen keinen ärztlichen Rat. Weitere Forschung ist nötig, um die Befunde zu bestätigen.