Das Tragen von Gesichtsmasken in Kombination mit sozialer Distanzierung hilft, die Ausbreitung von COVID-19 einzudämmen. Sie fangen Atemtröpfchen ab, die bei Husten, Niesen oder Sprechen einer infizierten Person freigesetzt werden. Eine kürzlich in Physics of Fluids veröffentlichte Studie zeigt jedoch: Masken wirken zwar gegen einen einzelnen Husten, verlieren bei wiederholtem Husten merklich an Effizienz.
Forscher der Universität Nikosia auf Zypern simulierten mithilfe von Computersimulationen die Strömungsmuster von Tröpfchen hinter einer Maske bei mehrmaligem Husten. Mit jedem Husten nahm die Fähigkeit der Maske, Tröpfchen in der Luft zu stoppen, ab.
Die zentralen Erkenntnisse der Studie
Frühere Forschungen belegen, dass Masken Tröpfchen filtern können. Bei wiederholtem Husten lassen diese Filterleistungen jedoch nach. Nach 10 Hustenzyklen sinkt die Maskeneffizienz um rund 8 Prozent, wie die Studie ergab. Der simulierte Husten galt als mild. „Bei starken Hustenattacken oder längerer Tragedauer ist ein stärkerer Effizienzverlust zu erwarten“, betonen die Autoren.
Masken reduzieren dennoch die Reichweite der Tröpfchen erheblich: Ohne Maske fliegen sie fast einen Meter weit, mit Maske nur halb so weit. Zudem verringern sie die Anzahl der freigesetzten Tröpfchen.
Bleiben Masken essenziell?
Absolut. Sie mindern die Tröpfchenmenge und deren Ausbreitungsreichweite. Die Studie unterstreicht jedoch: Masken stoppen die Übertragung nicht vollständig – weder indoors noch outdoors, wo Wind Tröpfchen meterweit tragen kann. Soziale Distanzierung bleibt unverzichtbar, so Lead-Autor Dimitris Drikakis, Ph.D.
Fazit und Empfehlungen
Kleidungs- oder chirurgische Masken begrenzen Reichweite und Übertragung von Tröpfchen, verhindern sie aber nicht gänzlich. Bleiben Sie distanziert, tragen Sie Masken wo möglich, und meiden Sie Ausgänge bei Krankheit – besonders jetzt, da Unternehmen wieder öffnen.