Inmitten der Coronavirus-Pandemie achten wir alle besonders auf unser Immunsystem. Eine neue Studie des Universitätsklinikums Bonn zeigt: Ihre Salzaufnahme spielt dabei eine entscheidende Rolle.
Bekannt ist, dass übermäßiger Salzkonsum Bluthochdruck begünstigt und damit das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall steigert. Diese Forschung ist jedoch die erste, die einen direkten Zusammenhang mit einer geschwächten Immunabwehr belegt.
Wir haben die Ergebnisse genau geprüft, um Ihnen fundierte Einblicke zu geben – inklusive der optimalen Salzmenge.
Die empfohlene Menge Salz pro Tag
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt maximal 5 Gramm Salz täglich – das entspricht etwa einem gestrichenen Teelöffel. Achtung: Viele verarbeiteten Lebensmittel enthalten bereits viel Natrium, ergänzt durch das Salz aus der Küche.
Tatsächlich liegt der durchschnittliche Verzehr bei 9 bis 12 Gramm pro Tag. Die WHO betont: Eine Reduzierung ist eine der kostengünstigsten Maßnahmen für bessere Gesundheit.
Was passiert bei Überschreitung?
Wie Salz das Immunsystem belastet
Erstautorin Katarzyna Jobin erklärt: „Wir hatten zuvor einige [der Mäuse] auf eine salzreiche Ernährung gesetzt. Sie beobachteten auch, dass Wunden bei Mäusen mit mehr Salz langsamer heilten.“
Das Team untersuchte die Effekte einer salzreichen Diät bei Mäusen und Menschen. Mäuse zeigten „viel schwerere bakterielle Infektionen“, während Menschen mit 6 Gramm zusätzlichem Salz täglich „ausgeprägte Immunschwächen“ aufwiesen.
Bereits nach einer Woche zusätzlichem Salz waren Immunzellen in menschlichen Blutproben deutlich weniger wirksam gegen Bakterien. Grund: Zu viel Salz regt die Nieren an, Glukokortikoide (Hormone) anzureichern, die Granulozyten – die häufigsten Immunzellen – behindern und die Bakterienabwehr erschweren.
Das bedeutet nicht, Salz komplett zu meiden. Doch der Einhaltung der 5-Gramm-Grenze schützt Herz und Immunsystem gleichermaßen.
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