Hoher Blutdruck ist grundsätzlich problematisch, doch bei Schwangeren kann er besonders gefährlich werden. Präeklampsie, die medizinische Bezeichnung für Schwangerschaftshypertonie, entsteht durch hohen Blutdruck gepaart mit übermäßigen Schwellungen. Sie birgt Risiken für Mutter und Kind.
Neueste Forschung deutet auf eine antioxidative Substanz aus Pilzen hin, die Symptome der Präeklampsie lindern könnte.
Test an Rattenmodellen
Forscher untersuchten diese These an trächtigen Ratten mit Bluthochdruck. Sie verabreichten L-Ergothionein, eine aus Pilzen gewonnene Verbindung. Im Vergleich zur Kontrollgruppe senkte die Substanz nicht nur den Blutdruck, sondern förderte auch die Gesundheit auf vielfältige Weise.
Hauptautorin Cathal McCarthy, Ph.D., erklärt: „Unsere Forschung zeigt, dass die Behandlung von Ratten mit Präeklampsie mit dem natürlichen Antioxidans L-Ergothionein den Blutdruck senkte, eine Einschränkung des fetalen Wachstums verhinderte und die Produktion der schädlichen Substanzen dämpfte, die während der Präeklampsie aus der Plazenta freigesetzt wurden.“
Präeklampsie gefährdet nicht nur die werdende Mutter, sondern auch das ungeborene Kind – unbehandelt kann sie tödlich enden. Solche Studien erweitern unser Wissen und ebnen den Weg für effektive Therapien, die Mutter und Baby schützen.
Wie kommt man an L-Ergothionein?
Die Wissenschaftler entwickeln Methoden zur biologischen Produktion der Substanz, um sie breiter verfügbar zu machen. „Heute wird Ergothionein entweder chemisch hergestellt oder aus Pilzen extrahiert, aber wir entwickeln eine Methode, um es biologisch herzustellen“, so Mitautor Douglas Kell. „Dies sollte zu einer viel breiteren Verfügbarkeit führen."
Obwohl die Studie an Ratten durchgeführt wurde, erhoffen die Experten eine Übertragbarkeit auf den Menschen, um Präeklampsie besser zu bekämpfen und werdende Mütter sowie ihre Babys zu schützen.
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