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Studie: Essen mit den Händen macht Speisen appetitlicher – besonders für Menschen mit starker Selbstkontrolle

Bei manchen Lebensmitteln hört das Naschen einfach nicht auf. Der salzige Crunch oder der cremige Biss mag zunächst locken, doch neuere Forschung deutet darauf hin: Es ist das Fehlen von Besteck, das uns immer wieder zugreifen lässt.

Eine Studie im Journal of Retailing zeigt: Menschen mit hoher Selbstbeherrschung – also solche, die leckeren Speisen widerstehen und bewusst essen – empfinden Nahrung nach direkter Berührung als befriedigender. Sie essen auch mehr davon.

Selbstbeherrschung wird hier als Fähigkeit definiert, schmackhaften Speisen zu widerstehen und den Konsum bewusst zu steuern, wie eine Pressemitteilung erläutert.

Leitende Forscherin Adriana Madzharov, Ph.D., teilte 45 Studierende in zwei Gruppen auf. Eine aß Würfel Münsterkäse mit einem Zahnstocher, die andere mit den Händen.

Vor dem Essen bewerteten beide Gruppen den Käse ähnlich. Danach fand die Händler-Gruppe ihr Essen schmackhafter und appetitlicher als die Zahnstocher-Gruppe.

Bei Menschen mit geringer Selbstbeherrschung blieb die Wahrnehmung unverändert, unabhängig von der Methode.

„Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass direkte Berührung bei Personen, die ihren Konsum kontrollieren, eine intensivere sensorische Wahrnehmung auslöst und Lebensmittel begehrenswerter macht“, erklärt Madzharov.

Dies zeigt, wie sensorische Erfahrungen die Selbstkontrolle beeinflussen. Hilfreich, um Essensziele zu erreichen – oder bewusst zu genießen. Bei einem kleinen Laster: Weg mit der Gabel, her mit den Chips.