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Kognitive Verhaltenstherapie verlängert die Lebensspanne bei Angststörungen – Erkenntnisse aus Schweden

Die Vorteile der Psychotherapie sind seit Langem bekannt. Doch eine Studie des Karolinska Instituts in Schweden zeigt: Kognitive Verhaltenstherapie (KVT) lindert nicht nur Angstzustände, sondern kann auch die Langlebigkeit fördern.

Was ist kognitive Verhaltenstherapie?

Kognitive Verhaltenstherapie (KVT) ist eine etablierte Psychotherapieform zur Behandlung psychischer Erkrankungen. In strukturierten Sitzungen arbeitet der Therapeut mit dem Patienten zusammen, um negative Denkmuster zu identifizieren, zu hinterfragen und durch gesündere Alternativen zu ersetzen. So verbessern sich Emotionen und Verhaltensweisen langfristig.

Der Zusammenhang mit der Langlebigkeit

In einer Studie mit 46 Patienten mit sozialer Angststörung absolvierten die Teilnehmer eine neunwöchige KVT. Sie verzichteten auf Psychopharmaka und hielten ihr Trainingsniveau konstant. Blutproben wurden vor und nach der Behandlung entnommen.

Erwartungsgemäß sank das Angstniveau. Überraschend: Die Telomerase-Aktivität in den Blutproben stieg an.

Telomere sind Schutzkappen an den Chromosomenenden, die mit jeder Zellteilung kürzer werden und so mit dem Altern korrelieren. Telomerase, ein Enzym, verlangsamt diesen Abbau und unterstützt damit zelluläre Langlebigkeit.

Die Studiendauer war zu kurz für messbare Telomer-Veränderungen, doch die gesteigerte Telomerase-Aktivität deutet auf einen Schutz vor vorzeitiger Alterung hin.

KVT hat sich bereits als effektive Angsttherapie bewährt. Diese Ergebnisse eröffnen neue Perspektiven und könnten die Nutzungsquote von aktuell nur 45 % bei Betroffenen mit Angst- und Stimmungsstörungen steigern.

Ausblick

Weitere Studien sind nötig, um Kausalitäten zu bestätigen. Studienleiter Kristoffer Månsson, Ph.D., erklärt: „Nach unserer Interpretation schützt eine effektive psychologische Behandlung vor oxidativem Stress und zellulärer Alterung. Dies eröffnet personalisierte Therapien basierend auf biologischen Profilen – weitere Forschung ist essenziell.“

Für Betroffene ein hoffnungsvolles Signal. Als Experten für ganzheitliche Gesundheit setzen wir bei mbg auf evidenzbasierte Ansätze für Körper, Geist und Seele.