Schlaf ist essenziell für mentale, körperliche und emotionale Gesundheit. Doch Debatten um ideale Schlafdauer und Einflussfaktoren halten an – oft geschürt durch hartnäckige Mythen. Forscher der NYU School of Medicine klären nun auf.
In der im Fachjournal Sleep Health erschienenen Studie prüften Experten über 8.000 Online-Quellen auf die 20 häufigsten Schlafmythen. Sie bewerteten deren wissenschaftliche Grundlage und potenzielle Gesundheitsrisiken.
Mythos Nr. 1: Menschen kommen mit fünf Stunden Schlaf aus
Dieser Mythos lässt sich leicht widerlegen: Wissenschaftliche Evidenz zeigt, dass mindestens sieben Stunden Schlaf pro Nacht bei regelmäßigem Rhythmus für optimale Gesundheit unerlässlich sind.
Mythos Nr. 2: Schnarchen ist harmlos
Gelegentliches Schnarchen ist meist unbedenklich. Starkes jedoch kann auf Schlafapnoe hindeuten. Die Forscher empfehlen: Bei lauten Schnarchgeräuschen einen Arzt konsultieren, um Risiken auszuschließen.
Mythos Nr. 3: Ein Drink vor dem Schlafengehen hilft beim Einschlafen
Alkohol mag zunächst entspannen, verhindert aber nachweislich tiefen, erholsamen Schlaf – entscheidend für Gesundheit und Leistungsfähigkeit.
Manche Themen wie gelegentliches Ausschlafen bleiben unter Experten umstritten. Die Autoren plädieren für weitere Forschung.
„Schlaf ist zentral für die Gesundheit. Mehr Aufklärung ist nötig, um dieses Public-Health-Thema zu stärken“, sagt Studienleiter Girardin Jean-Louis, Ph.D., Professor für Bevölkerungsgesundheit und Psychiatrie an der NYU Langone.
Ärzte spielen eine Schlüsselrolle: „Durch Gespräche über Schlafhygiene können Mythen entkräftet und Risiken für Herzkrankheiten, Fettleibigkeit sowie Diabetes gesenkt werden“, ergänzt Jean-Louis.
Kein Allheilmittel existiert, doch evidenzbasierte Erkenntnisse fördern gesündere Gewohnheiten und hochwertigen Schlaf.