DeuAq.com >> Leben >  >> Gesundheit

Mannschaftssport stärkt die psychische Gesundheit: Studie mit 1,2 Millionen Befragten

Als Betroffener von Depressionen und Angststörungen kenne ich die Herausforderung, inmitten einer Krise motiviert zu bleiben. Ich setze auf eine Kombination aus Medikamenten, Therapie, Akupunktur, Bewegung und Meditation – keine einzelne Maßnahme wirkt allein, doch regelmäßiger Sport ist mein zuverlässiges Rezept gegen schwere Tage.

Eine Studie ergab jedoch einen entscheidenden Vorteil: Team-Sportarten. Bekannt ist, dass Bewegung psychische Erkrankungen und Schlafstörungen lindert, doch Forscher fanden heraus, dass Mannschaftssport die wirksamste Form der körperlichen Aktivität sein könnte.

Veröffentlicht im Lancet Psychiatry, analysierte die Studie Umfragedaten der US-Centers for Disease Control and Prevention (CDC) zu 1,2 Millionen Erwachsenen. Ergebnis: Sporttreibende hatten unabhängig von Alter, Geschlecht, Bildung oder Einkommen weniger Tage mit schlechter psychischer Gesundheit. Besonders Mannschaftssportler schnitten am besten ab.

„Einige Sportarten adressieren mehr psychische Aspekte als andere“, erklärt Adam Chekroud, außerordentlicher Assistenzprofessor an der Yale School of Medicine und Mitautor der Studie, gegenüber NPR. „Beim Laufen auf dem Band erhalten Sie biologische Stimulation, doch andere Elemente der Depression bleiben unberührt.“

Psychische Erkrankungen umfassen biologische, kognitive und soziale Faktoren, betont Chekroud. Solo-Aktivitäten wie Laufen wirken auf Biologie und Kognition, vernachlässigen aber soziale Effekte von Gruppenübungen.

Kürzlich wechselte ich zu sozialem Sport: Statt allein im Studio oder beim Joggen gehe ich nun zu Barre-Kursen und Orangetheory-Sessions. Am wertvollsten: Andere zählen auf mich. Diese Verantwortung half mir, auch an harten psychischen Tagen dranzubleiben – nicht nur für die Figur.

Eine Studie im Journal of the American Osteopathic Association bestätigt: Gruppentraining senkt Stress um bis zu 26 Prozent, selbst wenn Einzelsportler länger trainieren. Gruppen verbessern Lebensqualität und mentalen Zustand signifikant.

Tipps zum Einstieg: Vereinbaren Sie Termine mit Freunden – Verpflichtungen gegenüber anderen halten besser. Schließen Sie sich Laufgruppen oder lokalen Vereinen an. Probieren Sie Pakete für Neumitglieder in Studios aus.

Wichtig: Bauen Sie diese Gewohnheiten auf, wenn es Ihnen gut geht. In einer dunklen Phase ist die Routine bereits etabliert und leichter beizubehalten.

Depressionen erfordern vielfältige Werkzeuge – von medizinisch bis natürlich, inklusive verschwitzter Freunde. Und das kann sogar Spaß machen.