Diabetes und Prädiabetes zählen zu den drängendsten Gesundheitsherausforderungen unserer Zeit. Diese fortschreitenden Erkrankungen sind nicht nur gefährlich, sondern verursachen enorme Kosten. Sie hängen eng mit Ernährung und Lebensstil zusammen, wie übermäßigem Zuckerkonsum und Bewegungsmangel. Deshalb suchen Experten nach effektiveren, kostengünstigeren Therapien als den gängigen Ansätzen.
In einer kürzlich in BMJ Case Reports veröffentlichten Fallstudie berichten Ärzte von drei Patienten, die ihren Diabetes durch intermittierendes Fasten rückgängig machten – und damit den Bedarf an Insulin vollständig eliminierten. Die Erfolge dieser Patienten inspirierten die Ärzte zur Publikation.
Intermittierendes Fasten gibt es in Varianten wie Alternate-Day-Fasting, 16:8 oder 12-Stunden-Fenster. Die Patienten fasteten 24 Stunden einmal (zwei Männer) bzw. dreimal wöchentlich (ein Mann). Erlaubte Getränke: schwarzer Kaffee, Tee, Brühe sowie eine kalorienarme Mahlzeit. Nach 10 Monaten maßen die Ärzte Nüchternblutzucker, HbA1c, Gewicht und Taillenumfang – zentrale Diabetes-Indikatoren.
Die Ergebnisse übertrafen alle Erwartungen: Innerhalb eines Monats entfiel bei allen das Insulin. Bei einem Patienten nach nur fünf Tagen. Alle verloren signifikant Gewicht; zwei setzten alle Medikamente ab, der dritte reduzierte von vier auf ein Medikament.
Die Autoren schließen: „Diese Fallserie zeigt, dass 24-Stunden-Fasten den Medikamentenbedarf bei Diabetes signifikant reduzieren oder eliminieren kann.“ Diese kleinen Studien könnten zu größeren Forschungen anregen. Vorteil: Fasten ist kostenlos – im Kontrast zu den 245 Milliarden US-Dollar jährlichen Diabetes-Kosten in den USA.
Bei Diabetes oder Vorerkrankungen: Immer zuerst Ihren Arzt konsultieren. Hier eine Anfängeranleitung zum intermittierenden Fasten.
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