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Studenten unter Rekordstress: So gestalten US-Hochschulen Campusse für mehr Wohlbefinden

Das Studium ist eine Zeit des Lernens, der Entdeckung neuer Interessen, des Kennenlernens – und enormen Stresses. Eine aktuelle Umfrage unter Beratern an 500 öffentlichen und privaten Hochschulen weltweit zeigt: 73,1 Prozent berichten von einer Zunahme der Schwere psychischer Gesundheitsprobleme bei Studenten. Angst bleibt die häufigste Belastung für Studierende in der Beratung, gefolgt von Depressionen und Beziehungsproblemen.

Hohe Kurslasten, der Übergang ins Erwachsenenleben, Wettbewerb und Unsicherheit über die Zukunft fordern viele Studierende. Social Media verschärft das Problem. „Ein Teil ihrer Not rührt von etwas Positivem her: Unsere jungen Erwachsenen wollen nicht nur erfolgreich sein, sondern sinnstiftend wirken. Doch der Wettbewerb um solche Chancen ist intensiver denn je“, erklärt Kelly Crace, Vice President für Gesundheit und Wellness am College of William & Mary. „Zudem glorifizieren junge Erwachsene Stress oft als Ehrenabzeichen, indem sie sich bis an die Grenzen treiben.“

Kein Wunder, dass Kurse wie „Psychology and the Good Life“ der Yale University ein Riesenerfolg sind – ein Viertel der Undergraduate-Studenten schrieb sich letztes Semester ein, jetzt auch online verfügbar. Neben mehr solchen Angeboten, erweiterten Beratungen und der Entstigmatisierung von psychischer Gesundheit überarbeiten US-Hochschulen ihre physische Umgebung, um Wohlbefinden zu fördern.

Was ist „Wellness-Architektur“ auf Hochschulcampussen?

Leigh Stringer, Architektin und Expertin für Wellness-Design sowie Arbeitsplatzstrategien, beriet zahlreiche US-Universitäten. Sie weiß: Durchdachte Elemente wie vielfältige Treffpunkte, zentrale Wellness-Angebote, mehr Grünflächen und biophiles Design – inspiriert von der Natur – wirken Wunder für die Ruhe der Studierenden.

„Planer bauen integrierte Wellnesszentren, die Kliniken, Beratung, Fitness, Spas, Meditationsräume, Finanzcoaching und Ernährungsberatung vereinen“, beschreibt Stringer. „Kein Ort nur für Eiskaffee.“ So schaffen innovative US-Hochschulen wohltuende Räume:

1. Räume für achtsame, techfreie Momente

Pausen reduzieren nachweislich Stress – Campusse fördern sie durch dedizierte Zonen. „Studierende können meditative Pausen in Meditationsräumen, interreligiösen Räumen, Kapellen, Schlafkapseln oder Yoga-Studios einplanen“, rät Stringer. An der Stanford University lädt ein indoor-outdoor Kunstmuseum und Sitzbereich ohne Technik zum „Wiederfinden des Gleichgewichts und zur Ruhe“ ein.

2. Räume für Gemeinschaft

„Ein Gemeinschaftsgefühl stärkt das Wohlbefinden am effektivsten“, betont Stringer. Ein simpler Möbelumbau fördert Interaktionen. Manche Campusse etablieren Living-Learning-Communities: Studierende leben und lernen mit Gleichgesinnten. Die George Mason University bietet z. B. „Mindful Living“ mit Themen wie positiver Psychologie, Achtsamkeit und Yoga – durch Vorträge, Meditationen, Journaling.

3. Strategische Platzierung von Mental-Health-Diensten

„Viele mit Angst oder Depression meiden Hilfe, daher bringen Universitäten Unterstützung direkt zu den Studierenden“, sagt Stringer. Psychische Dienste wandern aus isolierten Gebäuden in belebte Orte, um Tabus abzubauen. Stringers Büro EYP platzierte das McLeod Tyler Wellness Center am William & Mary zentral – für tägliche Sichtbarkeit.

Crace ergänzt: „Wir wandeln die Campuskultur von ‚krank oder gesund‘ zu Lernzentren, die Wellness individuell und kulturell definieren.“

4. Verbindung zur Natur

Natur wirkt unbewusst beruhigend, steigert Tageslichtexposition für besseren Schlaf. „Outdoor-Zeit erholt psychologisch“, erklärt Stringer. Indoor ahmen Designer das mit Pflanzen, Wasser, Naturblicken und dimmbaren LED-Lichtern nach.

In einer stressigen Welt sind solche Räume essenziell. „Wenn wir Studierenden nicht beibringen, achtsam zu führen und Beziehungen zu pflegen, sind wir verloren“, warnt Stringer. Wir hoffen, diese Ansätze werden Standard.

Ein weiterer bewährter Stresskiller? Bringen Sie Ihren Computer ins Freie. Hier erfahren Sie, warum die Arbeit im Freien so bahnbrechend ist.