Wie oft haben Sie schon gesagt: „Ich will einfach nur glücklich sein“? Oder waren Sie derjenige, der hört: „Ich will nur dich glücklich machen.“? Die Suche nach Glück begleitet uns alle auf Schritt und Tritt.
Glück ist ein hochgradig subjektives Konstrukt, geprägt von Kultur, persönlichen Erfahrungen und individuellen Erwartungen. Sozialwissenschaftler erforschen es seit Jahrzehnten. Obwohl es keine einheitliche Definition gibt, bietet die Glücksforscherin Sonja Lyubomirsky einen überzeugenden Ansatz: Glück setzt sich aus positiven Emotionen und Lebenszufriedenheit zusammen. Wer sich als glücklich empfindet, erlebt häufiger Freude, Liebe und Zuneigung als negative Gefühle und ist zufrieden mit dem Fortschritt bei seinen Lebenszielen (Lyubomirsky, 2008).
Übungstipps zur Kultivierung positiver Emotionen
Ständige positive Emotionen zu erwarten, ist unrealistisch – negative Gefühle sind Teil des Menschseins. Sie können jedoch nützlich sein, wenn wir sie durch die Brille der Zufriedenheit betrachten: Sie liefern wertvolle Infos für bessere Entscheidungen in Gesundheit, Beziehungen und Zielen. Zu langes Verweilen darin flutet den Körper jedoch mit Stresshormonen, was zu Schlafstörungen, Depressionen, Bluthochdruck, übermäßigem Essen oder Alkoholmissbrauch führen kann.
Resilienz – die Fähigkeit, sich anzupassen – liegt genau dazwischen. Sie hilft bei großen wie kleinen Herausforderungen. Hier kommt Bewegung ins Spiel: Sie senkt Stresshormone und hebt die Stimmung. Dr. Jeremy Sibold, Professor für Rehabilitation und Bewegungswissenschaften an der University of Vermont, belegte: Schon 20 Minuten moderates Aerobic-Training morgens wirkt sofort stimmungsaufhellend – und der Effekt hält bis zu 12 Stunden an. Ihr Morgen-Workout startet den Tag glücklich und puffert Stress den ganzen Tag über.
Noch bessere Nachrichten: Jede Art von Aktivität zählt. Forscher der University of Michigan analysierten über 23 Studien aus drei Jahrzehnten mit vielfältigen Teilnehmern. Ergebnis: Bewegung korreliert durchgängig mit höherem Glück – bei Spaziergängern, Joggern oder Yoga-Praxisierenden. Wer die Empfehlung von 30 Minuten an den meisten Tagen erfüllt, fühlt sich 30 % glücklicher. Selbst Ein- oder Zweimal-Wöchentlich-Training steigert das Wohlbefinden spürbar.
Sport ist nur ein Puzzleteil
Bewegung ist zentral, aber nicht alles. Glückliche Menschen pflegen starke Beziehungen zu Familie und Freunden und berichten von höherem spirituellen Wohlbefinden (Harris Poll, 2017). Ergänzen Sie Training also mit Beziehungen und täglicher Ruhe für Meditation.
Referenzen
Harris Poll (2017). Harris Poll Survey of American Happiness.
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