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Schlaf als Schlüssel zu einer glücklichen Partnerschaft: Erkenntnisse aus der Forschung

Eine gute Nachtruhe kann nach aktuellen Studien die Qualität Ihrer Beziehung spürbar verbessern.

„Wenn wir nicht ausgeruht sind, neigen wir zu Reizbarkeit, haben eine kurze Lunte und fühlen uns launisch“, erklärt die lizenzierte klinische Psychologin Donna Marino, PsyD. „Schlechter Schlaf verstärkt die kleinen Macken des Partners. Man lässt weniger durchgehen und sucht möglicherweise unbewusst nach Anlässen, um Frustration abzubauen.“

Wenn beide Partner unter Schlafmangel leiden, kann dies die Wahrscheinlichkeit von Beziehungskonflikten verdoppeln.

Schlafentzug und Beziehungen

In der Studie „Do Sleepless Nights Mean Worse Fights?“ stellten Forscher fest, dass Konflikte zunehmen und Empathie abnimmt, wenn ein Partner schlecht geschlafen hat. Konfliktlösungen gelingen am besten, wenn beide ausgeruht sind. Fazit der Experten: Schlechter Schlaf gefährdet Beziehungen.

Der Schlafspezialist Michael J. Breus, PhD, Autor von „The Sleep Doctor's Diet Plan“, betont: „Beziehungen sind anspruchsvoll genug, ohne die Folgen von Schlafentzug – von Reizbarkeit und Angst bis zu Depressionen, Bluthochdruck und höherem Erkältungsrisiko.“

„Schlafentzug verändert Ihre Wahrnehmung“, fügt er hinzu. „Selbst positive oder neutrale Erlebnisse wirken negativ, was zu mehr Streit mit dem Partner führt.“

Ins Bett zu einem mürrischen, schlaflosen Partner zu gehen, dämpft zudem die Romantik. Schlechte Schlafqualität hängt mit geringerer sexueller Zufriedenheit zusammen, kürzere Schlafdauer mit reduzierter sexueller Funktion.

„Es heißt nicht mehr ‚Heute Abend nicht, Liebling, ich habe Kopfschmerzen‘“, sagt Breus. „Sondern: ‚Nicht heute Nacht, Schatz, ich bin total erschöpft.‘“

Den Funken neu entfachen

Schlaf priorisieren hilft, die Leidenschaft zurückzubringen. Eine Studie im Journal of Sexual Medicine zeigt: Eine Stunde mehr Schlaf pro Nacht steigert die Wahrscheinlichkeit sexueller Aktivität um 14 %.

„Ausgeruht haben Sie mehr Energie, Vitalität und positives Gefühl – und Lust auf mehr davon“, sagt Marino.

Umgekehrt beeinflusst Beziehungszufriedenheit den Schlaf. Eine 2018er-Studie ergab: Glückliche Paare schlafen besser, fallen schneller ein und haben weniger Störungen. Bei Unzufriedenheit häuften sich Schlafprobleme in der sechsmonatigen Follow-up-Phase.

Für die ein Drittel der Erwachsenen mit Schlafmangel rät Breus: Regelmäßig bewegen, nach 14 Uhr kein Koffein, Bildschirme aus dem Schlafzimmer verbannen und feste Schlaf-Wach-Rhythmen etablieren. So verbessert sich Ihr Schlaf – und Ihre Beziehung.