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4 wissenschaftlich belegte Gründe, warum zu viel Schlaf Ihrer Gesundheit schadet

Viele Menschen haben Mühe, die empfohlenen 7–9 Stunden Schlaf pro Nacht zu erreichen. Doch bevor Sie neun oder mehr Stunden als willkommene Erholung betrachten: Überdenken Sie das. Zu viel Schlaf kann Ihre Gesundheit spürbar beeinträchtigen – und das negativ.

Eine aktuelle Studie in der Fachzeitschrift Current Biology zeigt: Schon eine zusätzliche Stunde Schlaf am Wochenende verschlechtert die Insulinsensitivität, steigert den Kalorienverbrauch und fördert Gewichtszunahme. Zudem stört "Erholungsschlaf" den circadianen Rhythmus und führt zu nächtlichem Snacken.

Hier sind vier weitere gesundheitliche Gründe, warum Sie dem Drang zu längerem Schlafen widerstehen sollten:

1. Erhöhtes Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen

Eine Studie im European Heart Journal (2018) belegt: Bereits zwei zusätzliche Schlaftstunden pro Nacht erhöhen das Risiko für Schlaganfall, Herzkrankheiten und vorzeitigen Tod. Nickerchen wirken in manchen Fällen ähnlich – mit einer Ausnahme: Wer unter sechs Stunden schläft und mit Nickerchen ausgleicht, senkt damit sein Risiko.

Co-Autor Salim Yusuf, Medizinprofessor an der McMaster University, rät: "Die breite Öffentlichkeit sollte etwa 6–8 Stunden Schlaf pro Tag anstreben. Schlafen Sie regelmäßig mehr als neun Stunden, konsultieren Sie einen Arzt, um Ihren Gesundheitszustand zu prüfen."

2. Höheres Risiko für Diabetes Typ 2

Möchten Sie Ihr Diabetes-Risiko senken? Essen Sie gesund, bewegen Sie sich, halten Sie Ihr Gewicht und stellen Sie den Wecker. Mehrere Studien, darunter eine in Diabetes Care, verbinden jede Stunde Schlaf über acht Stunden mit einem gesteigerten Typ-2-Diabetes-Risiko.

Die genaue Ursache ist unklar, doch Forscher vermuten Zusammenhänge mit Bewegungsmangel oder niedrigem sozioökonomischen Status – beides bekannte Risikofaktoren.

3. Fördert Gewichtszunahme

Je länger Sie schlafen, desto höher Ihr BMI: Eine 2019er-Studie ergab, dass Erwachsene mit mehr als neun Stunden Schlaf einen höheren Body-Mass-Index aufweisen als solche mit 5–8 Stunden. Langes Schlafen gilt als Risikofaktor für Fettleibigkeit. Co-Autor Justin B. Moore, PhD, außerordentlicher Professor an der Wake Forest School of Medicine, erklärt: Mehr Bettzeit bedeutet weniger Bewegung. "Vermutlich spielen Depressionen und schlechte Schlafqualität eine Rolle, nicht allein die Schlafdauer."

4. Erhöhtes Risiko für bestimmte Krebsarten

Eine Meta-Analyse von 65 Studien mit über 1,5 Millionen Teilnehmern fand einen Zusammenhang zwischen langer Schlafdauer und höherem Darmkrebsrisiko. Eine weitere Studie verknüpft mehr als acht Stunden Schlaf mit östrogenabhängigen Krebsarten wie Brust- oder Eierstockkrebs.