DeuAq.com >> Leben >  >> Gesundheit

Schlafstörungen im Sommer: 4 häufige Diebe und bewährte Lösungen von Experten

Sommer steht für sonnige Tage, Zeit in der Natur und unvergessliche Abende. Doch viele kennen auch die schlaflosen Nächte in dieser Jahreszeit.

Hohe Temperaturen und langes Tageslicht erschweren es, unter die Decke zu schlüpfen. Als zertifizierter Schlafspezialist mit jahrelanger Erfahrung bei Oregon Sleep Associates und enger Zusammenarbeit mit Kollegen wie Dr. Steven Holfinger vom Wexner Medical Center der Ohio State University teile ich vier gängige Ursachen für Sommer-Schlafdefizite – und praktische Lösungen basierend auf Studien und Klinikpraxis.

1. Sommerferien und Jetlag-Effekte

Urlaubsabenteuer wie Paddeltouren bei Sonnenaufgang oder Outdoor-Filme stören Ihren Schlafrhythmus – besonders bei Zeitzonenwechseln. Eine Studie von 2019 zeigt: Jede verspätete Schlafenszeit erhöht das Risiko für Bluthochdruck, hohen Cholesterinwert und Fettleibigkeit um 27 %.

Mein Tipp: Halten Sie im Urlaub einen festen Schlafrhythmus ein. "So kehren Sie leichter zu Hause in den Alltag zurück", betont Dr. Dan Root.

2. Schwankende Temperaturen

Hitze behindert den REM-Schlaf, da unser Körper vor dem Einschlafen natürlich abkühlt – ein Trigger für tiefen Schlaf. "Heiße Nächte stören diesen Prozess", erklärt Dr. Steven Holfinger.

Studien belegen: Höhere Temperaturen führen zu häufigeren Wachphasen und weniger Tiefschlaf. Ideal: 20–20 °C Raumtemperatur für besseren Schlaf und mehr Wachheit am Morgen.

Lösungen: Klimaanlage runterdrehen, leichte Decken nutzen oder Ventilator für Luftzirkulation einsetzen.

3. Langes Tageslicht und Uhrumstellung

Längere Tage und Sommerzeit verschieben den circadianen Rhythmus. Eine 2018-Studie verbindet dies mit Schlafstörungen, mehr Unfällen, Herzinfarkten und Notaufnahmebesuchen.

"Die Umstellung wirkt wie ein einstündiger Jetlag", sagt Holfinger. Tipp: Verschieben Sie Schlaf- und Aufwachzeiten Tage vorher schrittweise um 30 Minuten vor.

4. Saisonale Allergien

Blütenpracht löst Allergien aus: Rote Augen, verstopfte Nase. Über 50 Millionen Betroffene in den USA melden Schlafstörungen – bis zu 75 % haben welche. Pollen hoch im Sommer.

"Verstopfung weckt nachts, da das Gehirn Atembeschwerden signalisiert", warnt Root. Lösungen: Arzt konsultieren für Medikamente, Nasenspülung vor dem Bettgehen, Fenster geschlossen halten.