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Entzündungen verstehen: Akute vs. chronische Entzündung und die Rolle von Ernährung sowie Bewegung

Haben Sie schon einmal über Entzündungen nachgedacht? Können Sie einem Freund erklären, was es damit auf sich hat? „Entzündungen sind eine biologische Reaktion, bei der zahlreiche Signalwege auf zellulärer Ebene zusammenwirken, um den Körper vor Schäden zu schützen“, erklärt Dr. Kate Huether, MD von The ReKovery.

„Mit anderen Worten: Bei bestimmten Auslösern reagiert der Körper, indem er Signale aussendet, um schädliche Stoffe zu beseitigen und verletztes Gewebe zu heilen“, ergänzt Hüther. Während Entzündungen uns vor äußeren Bedrohungen bewahren können, richten sie bei anhaltender Aktivität selbst Schaden an. Hier die wichtigsten Fakten für Gesundheitsbewusste.

Was ist „gute“ Entzündung?

Es gibt zwei Arten von Entzündungen: akute und chronische. Akute Entzündungen sind oft positiv.

„Akute Entzündungen sind ein wertvoller Abwehrmechanismus des Körpers, etwa bei einem Bienenstich oder einer Schnittwunde“, erklärt Monica Ruiz-Noriega, PhD. Typische Symptome sind Schwellungen, Rötungen und Schmerzen – wie bei einer Blinddarmentzündung.

Sie signalisieren ein Problem und fördern die Heilung. „Solche Entzündungen dauern meist nur Stunden oder Tage und bleiben lokal begrenzt“, fügt Ruiz-Noriega hinzu.

Was ist „schlechte“ Entzündung?

Chronische Entzündungen hingegen sind schädlich und vergehen nicht von allein, warnt Ruiz-Noriega. Sie hängen mit Autoimmunerkrankungen zusammen, aber auch Asthma, Sinusitis oder chronische Geschwüre entstehen durch sie. „Das Immunsystem arbeitet Überstunden und weiß nicht, wann es stoppen soll“, beschreibt sie.

Chronische Entzündungen können gesundes Gewebe angreifen und zu rheumatoider Arthritis, Krebs, Herzkrankheiten, Morbus Crohn oder Diabetes führen, erklärt Gal Shua-Haim, registrierte Ernährungsberaterin bei Daily Harvest.

Sie können lokal (z. B. entzündetes Zahnfleisch) oder systemisch sein. Manche Ursachen sind unvermeidbar, doch Lebensstilfaktoren wie Ernährung und Bewegung lassen sich optimieren.

Der Zusammenhang zwischen Entzündung und Ernährung

Ernährung ist ein mächtiges Werkzeug gegen Entzündungen – oder ihre Ursache. „Raffinierte Kohlenhydrate, Alkohol, Zucker, gesättigte und Transfette sowie verarbeitete Produkte fördern Entzündungen“, sagt Hüther.

Diese Lebensmittel erhöhen oxidativen Stress durch reaktive Moleküle, die Entzündungen auslösen. „Normalerweise neutralisiert der Körper sie, doch bei Überlastung entsteht eine schützende, aber chronische Reaktion“, erläutert Ruiz-Noriega.

Glücklicherweise gibt es entzündungshemmende Alternativen: „Die Natur liefert antioxidantienreiche Lebensmittel mit Vitaminen und Mineralstoffen, die das Immunsystem stärken“, betont Ruiz-Noriega. Blattgemüse, fetter Fisch, Nüsse, Olivenöl, Beeren, buntes Obst und Gemüse, Avocados, Samen, Bohnen und Hülsenfrüchte (bei Verträglichkeit) sind empfehlenswert, raten Hüther und Ruiz-Noriega.

Die Darmgesundheit spielt eine Schlüsselrolle. „Optimale Darmfunktion ist essenziell zur Bekämpfung chronischer Entzündungen“, sagt Liz Wyosnick, registrierte Ernährungsberaterin und Gründerin von Equilibriyum. Eine nährstoffreiche, unverarbeitete Ernährung verbessert die Aufnahme von Mikronährstoffen und Toxinentfernung, was das Immunsystem effizienter macht.

Entzündung und Bewegung im Zusammenhang

Training löst akute Entzündungen in Muskeln aus, die Reparatur fördern. „Durch erhöhte Durchblutung gelangen mehr Nährstoffe ans Gewebe, was zu Muskelwachstum führt“, erklärt Ruiz-Noriega.

Regelmäßiges Cardio-Training mindert chronische Entzündungen, so Hüther – solange kein Übertraining vorliegt, das Erholung verhindert.

Drei Wege, chronische Entzündungen zu reduzieren

Symptome wie Müdigkeit, Verdauungsprobleme, Gewichtszunahme oder Gelenkschmerzen variieren. Sprechen Sie bei Verdacht mit einem Arzt. Diese Lebensstiländerungen helfen:

1. Entzündungsfördernde Lebensmittel reduzieren

„Vermeiden Sie Fast Food, Restaurantgerichte und Junk Food. Hören Sie auf Empfindlichkeiten und Alkohol zu konsumieren“, rät Ruiz-Noriega.

2. Ruhetage einplanen

„Übertraining ohne Erholung führt zu chronischen Entzündungen“, warnt Nina Geromel, DPT.

3. Stress mindern

„Chronischer Stress aktiviert den Kampfmodus und fördert Entzündungen. Meditation und Entspannung aktivieren Reparaturprozesse“, empfiehlt Ruiz-Noriega.