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Studie belegt: Gesunder Schlaf senkt Herzinsuffizienz-Risiko um 42 Prozent

Schlaf ist essenziell für unsere Gesundheit – das belegen zahlreiche wissenschaftliche Erkenntnisse. Eine unzureichende Nachtruhe führt zu Müdigkeit, Reizbarkeit und Konzentrationsproblemen. Langfristig steigt das Risiko für Bluthochdruck, Herzerkrankungen und Schlaganfälle. Dennoch erreichen laut CDC rund ein Drittel der Erwachsenen nicht die empfohlenen 7–9 Stunden Schlaf pro Nacht. Die Folgen sind gravierend.

Die Forschungsergebnisse

Eine aktuelle Studie in der Fachzeitschrift Circulation der American Heart Association untersuchte bei über 400.000 Teilnehmern über durchschnittlich 10 Jahre den Zusammenhang zwischen gesunden Schlafmustern und Herzinsuffizienz. Bewertet wurden Schlafdauer, Schlaflosigkeit, Schnarchen, Einschlafzeit und tageszeitliche Schläfrigkeit.

Teilnehmer mit den gesündesten Schlafmustern wiesen ein 42 % geringeres Risiko für Herzinsuffizienz auf als Personen mit ungesunden Gewohnheiten. Auch Frühaufsteher, die 7–9 Stunden schliefen, selten schlaflos waren oder tagsüber nicht einschliefen, profitierten deutlich.

„Unsere Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung der Verbesserung des allgemeinen Schlafverhaltens zur Vorbeugung von Herzinsuffizienz“, betont Dr. Lu Qi, Co-Autor der Studie, Professor für Epidemiologie und Direktor des Obesity Research Center an der Tulane University in New Orleans.

Wie Schlaf das Herz schützt

Während des Schlafs regeneriert sich der Körper. Nach Angaben der Sleep Foundation sinken Blutdruck, Herzfrequenz und Atmung, was das Herz entlastet und ihm Erholung ermöglicht. Ungesunder Schlaf hingegen erhöht die Belastung – wer weniger als 6 Stunden schläft, hat ein 20 % höheres Risiko für einen Herzinfarkt.

Der Link zwischen schlechtem Schlaf und Gewichtszunahme

Schlechter Schlaf fördert Gewichtszunahme, ein bekannter Risikofaktor für Herzerkrankungen. Kurze Schlafdauer korreliert mit höherem BMI und gesteigertem Verlangen nach zucker- und fettreichen Lebensmitteln.

Zusammengefasst ist ausreichend Schlaf (7–9 Stunden) entscheidend für die Herzgesundheit. Bei Verdacht auf Schlafstörungen einen Arzt konsultieren. Auch bei vollem Alltag lohnt es sich, Prioritäten zu setzen – für ein längeres, gesünderes Leben.