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Diabetes Typ 2 managen: Die besten Lebensmittel und Ernährungstipps von Expertin Kavita Devgan

Diabetes Typ 2 managen: Die besten Lebensmittel und Ernährungstipps von Expertin Kavita DevganDie Diabetes-Zahlen weltweit erreichen einen historischen Höchststand. Besonders alarmierend: Indien hat die höchste Anzahl an Menschen mit Typ-2-Diabetes – mehr als jedes andere Land. Mit über 69 Millionen Betroffenen gilt Indien als Diabetes-Hauptstadt der Welt. Bis 2040 könnte diese Zahl auf 140 Millionen steigen. Eine Studie indischer Forscher in Current Diabetes Reviews (2016) erklärt dies mit höherem Körperfettanteil, insbesondere Bauch-, Leber- und Pankreasfett sowie geringerer Muskelmasse bei Asiaten im Vergleich zu Europäern. Dies erhöht das metabolische und kardiovaskuläre Risiko. Zudem schreitet die Umwandlung von Prädiabetes zu Diabetes bei Asiaten schneller voran, und eine Rückkehr zur Normalität durch Lebensstiländerungen ist schwieriger.
Weitere Informationen: Zuckeralternativen für Menschen mit Typ-2-Diabetes

Der Schlüssel zur Vermeidung von Komplikationen liegt in fundierten Kenntnissen über diese Lebensstilkrankheit. Neben Bewegung und Stressmanagement spielt die Ernährung die zentrale Rolle. Als Ernährungswissenschaftlerin Kavita Devgan rate ich: Richtige Ernährung schützt Vorerkrankte und hilft Betroffenen, die Krankheit besser zu kontrollieren. Viele Mythen müssen entkräftet werden.
Kohlenhydrate clever kombinieren
Kohlenhydrate sind kein Feind. Wählen Sie sie bewusst:
- Ersetzen Sie raffinierte Getreide durch Vollkornprodukte wie Vollkorn-Atta, Dalia, Jowar, Ragi, Bajra oder braunen Reis. Sie geben Glukose langsam frei.
- Kombinieren Sie komplexe Kohlenhydrate mit hochwertigem Protein – das verzögert die Glukosefreisetzung und sättigt länger.
Tipp: Mischen Sie Jowar, Bajra oder Besan mit Vollkorn-Atta für nährstoffreiche Rotis.

Zucker in Maßen
Zucker allein ist nicht der einzige Übeltäter, doch in zucker- und fettreichen Snacks wie Keksen oder Eiscreme fördert er Übergewicht – und damit höhere Blutzuckerwerte.

Mehr hochwertiges Protein
Proteine steigern die Insulinproduktion und unterstützen Muskelaufbau bei gleichzeitigem Abbau von Bauchfett. Wählen Sie magere, fettarme Quellen. Bei Bedarf ergänzen Sie mit vertrauenswürdigen Proteinshakes (8–10 g pro Portion) – Überdosierungen belasten unnötig die Organe.

Abnehmen schützt
Übergewicht erhöht Komplikationsrisiken. Schon 5–10 % Gewichtsverlust plus regelmäßige Aktivität machen Diabetes beherrschbar. Bauchfett ist ein Schlüsselrisikofaktor.

Stress reduzieren
Chronischer Stress hebt Hormone wie Adrenalin, Noradrenalin und Cortisol an – und damit den Blutzucker. Er fördert Heißhunger und Gewichtszunahme. Proteinreiche Snacks helfen dagegen.

Bewegung ist essenziell
Mindestens 150 Minuten pro Woche (z. B. 30 Minuten täglich) verbessern die Kontrolle. Ein 10-minütiger Spaziergang nach dem Essen senkt postprandiale Blutzuckerwerte um 22 % effektiver als zu anderen Zeiten.

Von der Ernährungswissenschaftlerin Kavita Devgan
Haftungsausschluss: Die Ansichten der Expertin stellen ihr unabhängiges Urteil dar. Wir übernehmen keine Haftung. Dies ersetzt keinen ärztlichen Rat. Konsultieren Sie Ihren Arzt.