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Studie belegt: Vollkornprodukte senken das Risiko für Typ-2-Diabetes deutlich

Schwere Mahlzeiten oder zuckerreiche Desserts haben Kohlenhydraten oft einen schlechten Ruf eingebracht. Während einige den Blutzuckerspiegel rapide ansteigen lassen, wirken nicht alle Kohlenhydrate gesundheitsschädlich. Tatsächlich zeigen wissenschaftliche Erkenntnisse, dass bestimmte Quellen positive Effekte auf Herz-Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen haben. Eine aktuelle Studie unterstreicht dies: Vollkornprodukte können das Risiko für Typ-2-Diabetes senken.

Die Ergebnisse wurden auf der Nutrition 2020 Live Online vorgestellt, einer virtuellen Veranstaltung der American Society for Nutrition (ASN).

Was zeigen die Forschungsergebnisse?

Die Wissenschaftler analysierten Daten von über 200.000 Teilnehmern aus drei großen Kohortenstudien. Sie stellten fest, dass Personen mit hohem Verzehr hochwertiger Kohlenhydrate wie Vollkornprodukten seltener an Typ-2-Diabetes erkrankten als solche, die auf minderwertige Quellen wie raffiniertes Getreide oder zuckerreiche Produkte setzten.

In der Meta-Analyse prüften die Forscher zudem, was passiert, wenn man einfach ungesättigte Fettsäuren, mehrfach ungesättigte Fettsäuren, Transfette, tierisches oder pflanzliches Protein durch hochwertige Kohlenhydrate ersetzt. Die Daten deuten darauf hin, dass hochwertige Kohlenhydrate das Diabetesrisiko besonders stark senken – unabhängig vom ersetzten Makronährstoff.

Warum sind diese Erkenntnisse bedeutsam?

Betroffene mit Typ-2-Diabetes oder Risikopatienten hören oft, sie sollten Kohlenhydrate strikt meiden. Diese Studie widerlegt das: Nicht alle Kohlenhydrate sind gleich. Die Wahl der richtigen Quellen – wie Vollkorn oder andere nährstoffreiche Getreide – kann erhebliche Vorteile bringen.

"Diese Ergebnisse unterstreichen, wie entscheidend es ist, bei der Bewertung des Diabetesrisikos zwischen hochwertigen und minderwertigen Kohlenhydratquellen zu unterscheiden", betont die Erstautorin Kim Braun, Ph.D., in einer Pressemitteilung.

Einschränkungen der Studie

Die drei untersuchten Kohorten umfassten ausschließlich männliche und weibliche Gesundheitsfachkräfte. "Ähnliche Untersuchungen bei Personen mit vielfältigem sozioökonomischem Hintergrund, unterschiedlicher ethnischer Herkunft und Altersgruppen könnten die Übertragbarkeit der Ergebnisse klären", so Braun.