DeuAq.com >> Leben >  >> Schönheit & Stil

Ihr Haar altert: 4 klare Anzeichen und bewährte Tipps zur Pflege

Bei mbg haben wir ausführlich über Hautalterung berichtet. Sie ist unvermeidlich und natürlich, lässt sich aber durch gezielte Maßnahmen verlangsamen. Ähnlich ergeht es Ihrem Haar: Jede Strähne altert mit Ihnen. Graue Haare sind ein bekanntes Zeichen – doch es gibt weitere Signale, die oft Jahre früher auftreten.

Sie wissen: Die üppige Mähne Ihrer 20er wird nicht ewig halten. Ein Seufzer! Doch vier typische Hinweise zeigen Ihnen, worauf es ankommt:

1. Vergrauung

Das bekannteste Zeichen sind graue Töne. Mit zunehmendem Alter lassen die pigmentproduzierenden Melanozyten nach. „Diese Zellen sitzen nahe dem Haarzwiebel und ihren Stammzellen“, erklärt Haartransplantationschirurg James S. Calder, M.D., medizinischer Direktor bei Ziering Medical. Beim Altern funktieren sie schlechter und wandern ab.

Vorzeitiges Ergrauen lässt sich möglicherweise verhindern (siehe hier), doch einmal da, ist es meist irreversibel. Das natürliche Silber können Sie nicht ewig aufhalten.

2. Ausdünnendes Haar

Ein breiterer Scheitel oder kahle Schläfen? Das kann auf Haarausfall hinweisen – etwa Traktionsalopezie oder postpartalen Verlust (weitere Ursachen hier). Häufig steckt jedoch altersbedingte Abnahme der Haardichte dahinter, ähnlich wie beim Pigmentverlust.

„Der Haaransatz kann sich zu einem reifen Haaransatz zurückbilden – das ist normal“, sagt Haarwiederherstellungsexperte Craig Ziering, D.O., FAOCD, FISHRS, FAAD, Inhaber von Ziering Medical. „Danach verlangsamt oder stoppt das Ausdünnen oft.“ Bei anhaltendem Verlust prüfen Sie andere Ursachen.

3. Abnehmendes Haarwachstum

Das Haarwachstum verlangsamt sich mit dem Alter, irgendwann hören Follikel auf zu produzieren – bei manchen mit 40, bei anderen erst mit 70. Hormone spielen eine Rolle: „Bei Frauen sinken Östrogen- und Progesteronspiegel, was Follikel schwächt und Haarausfall fördert“, so Trichologin Penny James.

Sie können den Prozess nicht stoppen, wohl aber unterstützen: Mit Biotin und Kollagen. Niedrige Biotinwerte hängen mit Haarausfall zusammen; Studien zeigen gesteigertes Wachstum durch Ergänzung.* Antioxidantien wie Vitamin C und E bekämpfen oxidativen Stress, der Haarausfall und Ergrauen begünstigt. „Oxidativer Stress induziert die Migration von Melanozyten“, betont Calder.*

4. Trockenheit

Haarfollikel produzieren weniger Melanin und Talg, der Strähnen schützt und feucht hält. Das Haar wird spröde, rau und feiner.

„Weniger Produktion bedeutet Verlust schützender Schichten, was zu Schuppigkeit und geringerem Durchmesser führt“, erklärt Erica Conan, Bildungsleiterin bei ColorProof. „Feineres Haar speichert Feuchtigkeit schlechter und fühlt sich rauer an.“

Keine Panik: Passen Sie die Pflege an – mit Haarmasken, feuchtigkeitsspendenden Conditionern und Ölen, die Feuchtigkeit versiegeln.

Zusammenfassung

Haaralterung geht über Grau hinaus: Textur und Dichte verändern sich. Wie bei Haut lässt sich der Prozess verzögern, doch alle Haare altern natürlich. Das mindert ihren Reiz nicht – es erfordert nur sorgfältigere Pflege.

*Bei Schwangerschaft, Stillzeit oder Medikamenten: Arzt konsultieren. Lassen Sie sich individuell beraten.