Akne-Ausbrüche können frustrierend sein. Trotz unzähliger Lotionen, Cremes und Reiniger kehren Pickel oft zurück. Wenn gängige Mittel nicht helfen, könnte es Pilzakne sein – eine häufig falsch diagnostizierte Erkrankung, die gar keine echte Akne ist.
Zur Klärung haben wir zwei board-zertifizierte Dermatologinnen konsultiert: Hadley King, M.D., und Ellen Marmur, M.D., Gründerin von MMSkincare. Sie erklären alles Wissenswerte zu Pilzakne.
Was ist Pilzakne?
Pilzakne ist keine bakterielle Akne, sondern Malassezia-Follikulitis (auch Pityrosporum-Follikulitis). Diese Hefe lebt normalerweise harmlos auf der Haut, erklärt Dr. King. Bei Überwucherung entzündet sie die Haarfollikel und verursacht pickelartige, juckende Beulen.
Was verursacht Pilzakne?
Häufige Auslöser sind Antibiotika gegen Akne, die Bakterien bekämpfen und Hefen zum Überhandnehmen bringen, sagt Dr. Marmur. Auch warme, feuchte Umgebungen, übermäßiges Schwitzen und enge, nicht atmungsaktive Kleidung fördern sie – etwa nach dem Sport, wenn verschwitzte Kleidung zu lange getragen wird. Menschen mit geschwächtem Immunsystem, wie bei HIV oder Diabetes, sind anfälliger. Ein Ungleichgewicht von Bakterien und Hefen führt zu Entzündungen.
Wie erkennen Sie Pilzakne?
Im Unterschied zu Akne am Gesicht erscheinen Pilzakne-Ausbrüche meist monomorph auf Brust, Oberarmen und Rücken: einheitliche rote Beulen und kleine Pusteln, oft juckend. Keine Whiteheads oder Mitesser, sondern Cluster auf fettigen Stellen, betont Dr. King.
Wie behandeln Sie Pilzakne?
Identifizieren Sie Auslöser: Duschen Sie nach dem Sport, wechseln Sie Kleidung und wählen Sie atmungsaktive Stoffe, rät Dr. King. Bei leichten Fällen helfen rezeptfreie Mittel: Schuppenshampoos mit Pyrithionzink oder Selensulfid (5 Minuten einwirken lassen) oder Cremes mit Econazolnitrat, Ketoconazol oder Clotrimazol (2x täglich). Bleiben die Beulen? Dermatologen verschreiben orale Antimykotika, die tiefer wirken.
Zusammenfassung
Bei juckenden, gehäuften Ausbrüchen am Körper: Hygiene optimieren, verschwitzte Kleidung vermeiden. Bei Unsicherheit immer einen Dermatologen konsultieren für eine sichere Diagnose und Therapie.