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Ältestes flüssiges Blut entdeckt: 42.000 Jahre altes Fohlen aus dem Permafrost für Klonung geeignet

Russische Wissenschaftler bereiten die Klonung einer ausgestorbenen Pferdeart vor. Sie verwenden die außergewöhnlich erhaltenen Überreste eines Fohlens, das 42.000 Jahre lang 30 Meter tief im sibirischen Permafrost konserviert war.

Das Fohlen aus dem Pleistozän gehört vermutlich zur Lenskaya-Pferdeart und wurde letztes Jahr von Einheimischen in der Region Werchojansk entdeckt.

Im Mammutmuseum in Jakutsk, das die weltweit größte Sammlung eiszeitlicher Tiere beherbergt – darunter Mammuts, Elche und Wölfe –, wird es nun untersucht. Direktor Semyon Grigoriev bestätigt: Dieses Fohlen ist das best erhaltenen Exemplar aller Zeiten.

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„Normalerweise sind Überreste – auch mit Weichgewebe – unvollständig, deformiert oder beschädigt“, erklärt Grigoriev. „Dieses Fohlen ist vollständig erhalten, sogar mit Haaren.“

Haare sind bei permfrostkonservierten Tieren extrem selten, da sie normalerweise abfallen. Dank des eisigen Grabes wiesen Experten eine dunkle Mähne, einen dunklen Schweif und einen helleren Körper nach.

Die Autopsie offenbarte innere Organe, inklusive des Verdauungssystems, in einwandfreiem Zustand. Sogar flüssiges Blut konnte entnommen werden – ungewöhnlich, da Blut sonst gerinnt oder pulverisiert.

Ältestes flüssiges Blut entdeckt: 42.000 Jahre altes Fohlen aus dem Permafrost für Klonung geeignet

„Dies ist erst der zweite Fall in der Paläontologie mit flüssigem Blut“, betont Grigoriev. Sein Team fand 2013 welches in einem Mammut, doch dieses Fohlen ist 10.000 Jahre älter und damit die älteste Probe.

Das Fohlen war bei Todem weniger als zwei Wochen alt, wahrscheinlich erstickt im Schlamm. Der Magen-Darm-Trakt war mit Erde gefüllt.

In Kooperation mit der südkoreanischen Sooam Biotech Research Foundation, bekannt für Hunde-Klonungen, extrahieren Forscher intakte Zellen aus Muskeln und Organen – Blut eignet sich nicht wegen fehlender DNA in roten Blutkörperchen.

Permafrost – dauerhaft gefrorener Boden unter 0 °C in Arktis und Antarktis – taut durch Klimawandel auf und enthüllt uralte Tiere.