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Faszinierende Tierforschung: 6 ungewöhnliche Studien zu Nutztieren

Schafen wird oft nachgesagt, sie seien nur flauschige Wollelieferanten. Doch eine Studie der University of Cambridge zeigt: Schafe können menschliche Gesichter erkennen – sogar die von Prominenten. Die Tiere wurden trainiert und identifizierten vertraute Gesichter zuverlässiger als zufällige Bilder. Dies stellt sie auf eine Stufe mit Primaten in der Gesichtserkennung und reiht sich ein in eine Reihe bizarrer Forschungen zu Nutztieren.

Hier sind sechs weitere ungewöhnliche Studien, die Einblicke in das Verhalten und die Physiologie unserer Nutztiere geben:

1. Auswirkungen von Alkohol auf Schweine

In einer 2012 durchgeführten Studie des Rhode Island Hospital untersuchten Forscher die Effekte von Rotwein und Wodka auf die Herzgesundheit von Schweinen. Die Tiere erhielten die Getränke in ihrer fettreichen Diät. Ergebnis: Erhöhte Herz-Durchblutung und gesteigerte HDL-Cholesterinwerte (gutes Cholesterin). Rotwein erweiterte die Blutgefäße, Wodka förderte Kollateralgefäße – mit stärkerer Wirkung beim Rotwein.

2. Hitze-resistente Kühe züchten

Mehr als die Hälfte der weltweiten Rinder und 40 Prozent der US-Fleischkühe leben in heißen oder feuchten Regionen. Die University of Florida nutzt genomische Werkzeuge, um Brangus-Kühe (Kreuzung aus Angus und Brahman) für extreme Hitze anzupassen. Ziel: Tiere mit überlegener Thermoregulation und hochwertigem Rindfleisch.

3. Ursachen homosexuellen Verhaltens bei Schafen

Menschen und Schafe sind die einzigen Arten mit lebenslanger sexueller Präferenz für dasselbe Geschlecht. Bis zu 8 Prozent der Widder sind männlich orientiert. Eine 2004-Studie der Oregon Health & Science University fand minimale Unterschiede im Hypothalamus, der die Fortpflanzung steuert. Dies deutet auf biologische Grundlagen hin und regte Debatten über Ethik an.

4. Hühner als Malariaschutz

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Eine 2016-Studie der Schwedischen Universität für Agrarwissenschaften und der Universität Addis Abeba testete die Mücke Anopheles arabiensis. Hühnergeruch wehrt sie ab. Forscher isolierten einen einzigartigen Federgeruch und entwickelten ein Repellent. Ebenso wirksam: Ein lebendes Huhn neben dem Bett.

5. Sprachentwicklung bei Ziegen

Forscher der Queen Mary University of London untersuchten vokale Plastizität bei Zwergziegen. Neugeborene haben individuelle Rufe, die sich mit zunehmender Sozialisation angleichen – ähnlich wie Akzente. Dies deutet auf frühe Formen der Stimmkommunikation hin, die zur menschlichen Sprache beitragen könnte.

6. Anatomische Abwehr bei Enten

Während viele Vögel keinen Penis haben, besitzen männliche Enten einen bis zu 20 cm langen, korkenzieherförmigen. Eine Yale-Studie zeigt: Weibliche Enten kontern erzwungene Paarungen mit einer umgekehrt spiralförmigen Vagina, die Spermien blockiert und Partnerwahl ermöglicht.