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Pete der Farn: Der weltweit erste pflanzenbetriebene Fotograf revolutioniert den Naturschutz

Pete der Farn hat in einer wegweisenden Studie der Zoological Society of London (ZSL) die weltweit ersten pflanzenbetriebenen Selfies aufgenommen. Experten sehen darin Potenzial, den Naturschutz in abgelegenen Wildnisgebieten grundlegend zu verändern.

Das Team des London Zoos feiert den Erfolg: Pete gelang es, hochauflösende Bilder seiner Stängel und Blätter zu erzeugen. Ziel ist es, Pflanzen als natürliche Stromquelle für Kamerafallen und Sensoren zu nutzen – eine innovative Lösung für die Überwachung entlegener Lebensräume.

Die Technologie basiert auf mikrobiellen Brennstoffzellen. Diese wandeln Energie aus bodennahen Bakterien um, die von Nährstoffen gespeist werden, die Pflanzen beim Wachstum abgeben. So entsteht genügend Strom für energieeffiziente Geräte.

Pete der Farn: Der weltweit erste pflanzenbetriebene Fotograf revolutioniert den Naturschutz

Diese pflanzliche Energiequelle könnte Batterien und Solarpaneele ersetzen. Sie eignet sich ideal für unwirtliche Regionen wie Regenwälder, um Daten zu Temperatur, Pflanzenwachstum und Bedrohungen wie Klimawandel oder Habitatverlust zu sammeln.

Anfang dieses Jahres installierte die ZSL die Brennstoffzellen in der Rainforest Life-Ausstellung des London Zoos.

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Der Frauenhaarfarn Pete, den das Team über den Sommer kultiviert hat, produziert nun mit "erstaunlicher" Geschwindigkeit Selfies – alle 20 Sekunden eines.

Al Davies, Konservierungstechnologie-Spezialist bei ZSL, berichtet: "Er funktioniert so hervorragend, dass wir ihn versehentlich ein paar Mal mit Fotobomben überlagert haben."

Pete der Farn: Der weltweit erste pflanzenbetriebene Fotograf revolutioniert den Naturschutz

"Petes erstes Selfie war ein Meilenstein für unser ZSL-Team, das Monate damit verbrachte, sein Wachstum in der Rainforest Life-Ausstellung zu fördern.", so Davies. "Pflanzen lagern beim Wachstum Biomaterial ab, das Bakterien im Boden ernährt und Energie für Brennstoffzellen liefert – ideal für ferngesteuerte Sensoren, Kameras und Überwachungssysteme."

"Im Gegensatz zu Batterien oder Solarpaneelen überleben Pflanzen im Schatten und optimieren ihre Lichtaufnahme natürlich. Das Potenzial pflanzenbasierter Energie ist nahezu unbegrenzt.", betont der Experte.

Das ZSL-Team verfeinert die Technologie nun für den nächsten Feldtest in der freien Wildbahn.