DeuAq.com >> Leben >  >> Wissenschaft

Die schleimigsten Tiere der Welt: Schuppentiere, Zwergpottwale und speichelbauende Mauersegler

Das Tierreich steckt voller faszinierender Kreaturen, die Schleim für Schutz, Jagd oder Nahrungssuche nutzen. Kissensterne überziehen sich mit bis zu 7 cm dickem Schleim gegen Fressfeinde, während Flusspferde einen antiseptischen "Schweiß" absondern, der sie vor Sonnenbrand schützt.

Das Buch Believe it or Snot von Experten Nick Caruso und Dani Rabotti ergänzt diese kuriosen Fakten zu denen aus Furzt's und Wahr oder Poo. Blättern Sie darin, um die schleimigste Kreatur der Erde zu entdecken – bis dahin stellen wir Ihnen drei beeindruckende Beispiele vor.

Mehr erstaunliche Tierfakten:

  • Seltsame Wissenschaft: Sechs ungewöhnliche Studien über unser Lieblingsvieh
  • 40 atemberaubende Fotos von den Comedy Wildlife Photography Awards 2019
  • 9 Tiere, die nach Rockbands benannt sind

1. Schuppentiere

Wissenschaftlicher Name (Familie): Manidae

Schuppentiere (Pangolins) sind einzigartige Säugetiere, bedeckt mit Keratinschuppen, die sie wie wandelnde Tannenzapfen wirken lassen. Es gibt acht Arten – vier in Asien, vier in Afrika. Leider bedroht der illegale Handel mit ihren Schuppen, die in der traditionellen Medizin verwendet werden, ihren Bestand. Sie gelten als das am häufigsten geschmuggelte Säugetier weltweit. Naturschutzorganisationen setzen sich intensiv für ihren Schutz ein.

Die schleimigsten Tiere der Welt: Schuppentiere, Zwergpottwale und speichelbauende Mauersegler

Trotz der Schuppen punkten Schuppentiere mit einer extrem klebrigen Zunge. Ihr Speichel enthält klebrige Verbindungen, und bei der größten Art Smutsia gigantea misst sie bis zu 70 cm. Diese dient der Jagd auf Ameisen und Termiten: Die Zunge dringt tief in Nester ein, wo die Insekten festkleben. Täglich verschlingen Schuppentiere so Zehntausende Beute.

2. Zwergpottwale

Wissenschaftlicher Name (Art): Kogia breviceps

Der Zwergpottwal wird nur 3,3 m lang und bewohnt Atlantik, Pazifik und Indischen Ozean. Sichtungen sind rar, daher basiert viel Wissen auf gestrandeten Tieren. Im Gegensatz zu anderen Walen entlässt er bei Bedrohung eine rotbraune Wolke – früher als "Tinte" oder "Analsirup" bezeichnet. Diese Flüssigkeit aus einem Darm-Sack verwirrt Räuber und Beute.

Die schleimigsten Tiere der Welt: Schuppentiere, Zwergpottwale und speichelbauende Mauersegler

Frühe Forscher hielten sie für Tintenfischreste, da sie sepiafarbene Flecken hinterließ. Heute geht man von fäkalen Bestandteilen aus, was den extrem unangenehmen Geruch erklärt – Meeresbiologen nennen tote Zwergpottwale den "zweitstinkendsten Fund" nach Lederschildkröten. Eine chemische Analyse fehlt bisher.

3. Mauersegler

Wissenschaftlicher Name (Gattung): Aerodramus

Viele Vögel nisten in Zweigen oder auf Felsen, doch Arten der Gattung Aerodramus leben in steilen Höhlen ohne Material. Sie bauen Nester aus purem Speichel – eine klebrige Meisterleistung.

Die schleimigsten Tiere der Welt: Schuppentiere, Zwergpottwale und speichelbauende Mauersegler

Vor der Brutzeit schwellen die Speicheldrüsen an. Das Weibchen fliegt wochenlang Fäden aus Speichel auf Felsen, die trocknen und ein teetassenförmiges Nest ergeben. In China dienen diese Nester der berühmten Vogelnestsuppe, die seit über 400 Jahren gekocht wird – vorausgesetzt, keine Eier darin.