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Studie warnt: Höhere Temperaturen bedrohen Hummeln mit Massensterben

Wissenschaftler beobachten in Europa und Nordamerika einen dramatischen Rückgang der Hummelpopulationen durch heißere und häufigere Temperatursextreme.

Eine neue Studie zeigt: Die Überlebenswahrscheinlichkeit einer Hummelpopulation an einem Ort ist innerhalb einer menschlichen Generation um 30 Prozent gesunken.

Die Forscher sehen in den Rückgangsraten Anzeichen eines Massensterbens.

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Peter Soroye, Doktorand an der University of Ottawa und Hauptautor der Studie, erklärt: „Wir fanden heraus, dass Populationen in Gebieten verschwanden, in denen die Temperaturen wärmer geworden waren.“

Er ergänzt: „Wenn der Rückgang so anhält, könnten viele Arten innerhalb weniger Jahrzehnte aussterben.“

Die in der Zeitschrift Science veröffentlichte Forschung basiert auf 115 Jahren Daten zu 66 Hummelarten aus Nordamerika und Europa. Damit simulierten die Experten „Klimachaos“-Szenarien.

Sie verglichen aktuelle und historische Verbreitungsdaten, um Veränderungen nachzuvollziehen.

Dr. Tim Newbold vom Centre for Biodiversity & Environment Research am University College London ist überrascht: „Der Klimawandel hat bereits starke Effekte auf Hummeln. Wenn er sich beschleunigt, drohen massive Verluste. Wir müssen Emissionen dringen reduzieren, um die Vielfalt zu schützen.“

Hummeln bestäuben essenzielle Pflanzen wie Tomaten, Kürbisse und Beeren.

Die Methoden der Studie eignen sich, um Aussterberisiken vorherzusagen und Schutzgebiete zu identifizieren.

Professor Jeremy Kerr von der University of Ottawa, leitender Autor, betont: „Diese Forschung gibt Hoffnung – durch Schutz von Lebensräumen wie Bäumen, Sträuchern oder Hängen können Hummeln der Hitze entkommen. Letztlich müssen wir den Klimawandel bekämpfen, jede Emissionsreduktion hilft.“