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Kolibrigroßer Dinosaurierschädel perfekt in Bernstein konserviert: Entdeckung der winzigen Art Oculudentavis

  • Der Schädel einer neuen Art winziger, vogelähnlicher Dinosaurier wurde in Bernstein eingeschlossen entdeckt.
  • Oculudentavis khaungraae war etwa so groß wie der Bienenkolibri, der kleinste lebende Vogel.
  • Große Augen und zahlreiche Zähne deuten auf ein tagaktives Raubtier hin, das kleine Insekten jagte.

Wissenschaftler haben eine neue Art vogelähnlicher Dinosaurier anhand eines in Bernstein eingeschlossenen Schädels entdeckt. Diese könnte den kleinsten bekannten Dinosaurier der Mesozoikum-Zeit darstellen.

Forscher beschreiben einen außergewöhnlich gut erhaltenen, vogelähnlichen Schädel aus etwa 99 Millionen Jahre altem Bernstein aus Nord-Myanmar. Das Fossil bewahrt sogar Weichgewebe.

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Laut einer Studie im Fachjournal Nature misst der Schädel nur 7,1 mm Länge – vergleichbar mit dem Bienenkolibri.

Lars Schmitz, außerordentlicher Professor für Biologie am W. M. Keck Science Department in den USA, erklärt: „Die bernsteinbasierte Konservierung von Wirbeltieren ist selten und gibt Einblicke in die Welt der kleinsten Dinosaurier. Seine anatomischen Merkmale deuten auf einen der kleinsten und ältesten bekannten Vögel hin.“

Kolibrigroßer Dinosaurierschädel perfekt in Bernstein konserviert: Entdeckung der winzigen Art Oculudentavis

Die Forscher benannten das Tier Oculudentavis khaungraae – „Augenzahnvogel“ –, was seine markanten Merkmale widerspiegelt.

Der Schädel wird von einer großen Augenhöhle dominiert, ähnlich der einer Eidechse, mit schmaler Öffnung. Dies spricht für tagaktive Lebensweise.

Ober- und Unterkiefer trugen zahlreiche scharfe Zähne – geschätzt 29–30 pro Kiefer. Trotz Miniaturgröße war es ein Raubtier, das sich von kleinen Arthropoden ernährte.

Prof. Schmitz betont: „Keine modernen Vögel erreichen solche winzigen Schädeldimensionen bei Adulten. Diese Fund zeigt, wie wenig wir über die kleinsten Wirbeltiere der Dinosaurierzeit wissen.“