Eine wilde Kegelrobbe vor der Küste der Farne Islands hat kürzlich Geschichte geschrieben. Sie ist die erste wilde Robbe, die vor einer Kamera ihre Flossen im Takt klatschte.
Bisher war dieses Verhalten nur in Zoos und Aquarien beobachtet worden. Das Video von Dr. Ben Burville, einem erfahrenen Meeresbiologen, liefert den ersten Beweis, dass wilde Robben tatsächlich rhythmisch klatschen können.
Drei weitere wissenschaftliche Studien zeigen: Menschen sind nicht die Einzigen, die Musik und Tanz schätzen.
1. Mädchen hat Rhythmus
Robben sind nicht die einzigen aquatischen Säugetiere mit Gespür für Rhythmus. 2013 trainierten Forscher der University of California die Seelöwin Ronan mit einem konstanten Click-Track und belohnten sie mit Fisch für taktfeste Nicken.
Sie steigerten die Herausforderung mit „Boogie Wonderland“ von Earth, Wind & Fire und variierten das Tempo zufällig. Ronan hielt den Takt besser als jedes andere getestete nichtmenschliche Tier und passte sich blitzschnell an.
Sehen Sie ihre beeindruckenden Fähigkeiten hier.
2. Es braucht einen Kakadu zum Tango
Snowball, der Kakadu, ist ein echter Tanzstar. 2007 wurde er durch sein Video zu „Everybody (Backstreet’s Back)“ der Backstreet Boys internetberühmt. 2019 testete ein Team unter Dr. R. Joanne Jao Keehn von der San Diego State University seine Moves: Er beherrscht 14 Tanzbewegungen plus zwei Kombinationen.
Zu „Another One Bites the Dust“ und „Girls Just Wanna Have Fun“ hüpfte er, hob den Fuß, posierte, headbangte und zeigte Model-Posen.
Erleben Sie ihn in Aktion hier.
3. Singen für Ihr (Fisch-)Abendessen
Im Sommer 2019 lehrten Forscher der University of St. Andrews drei junge Kegelrobben, menschliche Laute und Melodien nachzuahmen. Alle meisterten es, doch Zola stach heraus: Sie sang erkennbare Versionen von „Twinkle, Twinkle“ und der Star-Wars-Thema.
„Die Kopien waren nicht perfekt“, erklärt Dr. Amanda Stansbury, Leiterin der Studie. „Doch angesichts der untypischen Laute für Robben ist es beeindruckend und zeigt die Flexibilität ihrer Vokalisationen.“
Hören Sie Zolas Performance hier.
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