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Kokoskrabbe: Das größte landlebende Gliederfüßler der Welt – Lebenszyklus und Anpassungen

Ähnlich wie winzige Eicheln, die zu mächtigen Eichen heranwachsen, beginnt die Kokoskrabbe – das größte landlebende Gliederfüßler der Welt – ihr Leben als mikroskopisch kleine Larve.

Sie treibt mehrere Wochen in den Planktonschwärmen der tropischen Indischen und Pazifischen Ozeane, bevor sie auf den Meeresboden sinkt. Dort sucht sie sich eine vorläufige Schale als Schutz, um sich dann ans Land zu wagen. Die Weihnachtsinsel im Indischen Ozean ist ein beliebter Ort für diesen Übergang.

Nach fünf Jahren erreichen die Krabben die Geschlechtsreife, doch ihre volle Größe von über vier Kilogramm und einer Beinspannweite von einem Meter dauert 40 bis 60 Jahre.

Perfekt ans Landleben angepasst, besitzt die Kokoskrabbe ein lungenähnliches Organ, mit dem sie Sauerstoff direkt aus der Luft atmet. Sie klettert geschickt in Bäume, und ihre kräftigen Scheren knacken sogar Kokosnüsse – ihre Namensgeberin. Mit beweglichen Antennen spürt sie Gerüche im Wind auf wie ein Insekt. Tatsächlich ertrinkt eine ausgewachsene Kokoskrabbe, wenn sie zu lange unter Wasser bleibt.

Sie ernährt sich vorwiegend von verrotteten Früchten, Aas und gelegentlich größeren Beutetieren wie Ratten oder Schildkrötenjungen. Beobachtungen zeigen, dass große Exemplare sogar Mülltonnen plündern.

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