Ultrarealistische Tiere begeistern in Remakes klassischer Filme wie Der König der Löwen, Dschungelbuch und Die Dame und der Landstreicher. Die Unterhaltungsbranche setzt oft auf Motion-Capture-Technologie, doch bei Tieren ist sie zeitintensiv, teuer und begrenzt – einem Wildtier lässt sich kein Anzug anziehen.
Informatiker der University of Bath haben eine bahnbrechende Lösung entwickelt: Hunde werden ohne Anzug digital erfasst. Mit einer RGBD-Kamera, die Tiefe und Entfernung misst, erfassen die Forscher Hundebewegungen präzise und authentisch.
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Das CAMERA-Forschungszentrum der University of Bath öffnete seine Türen für Hunde aus dem lokalen Tierheim. 14 Rassen unterschiedlicher Größe wie Lurcher, Inuit und Mops wurden scannt. Nach dem Erfolg bei Hunden erweiterten die Experten das Modell auf Pferde, Katzen, Löwen und Gorillas.
„Diese Technologie erlaubt die Analyse von Tierbewegungen – ideal zur Erkennung von Lahmheit bei Hunden und Verfolgung der Genesung“, erklärt Sinéad Kearney, PhD-Forscherin und Mitautorin der Studie.
„Für die Unterhaltungsbranche schafft sie authentischere Bewegungen virtueller Tiere in Filmen und Spielen.“

„Wissenschaftlich lernen wir viel von Tieren“, betont Kearney. Google nutzt Hunde-Motion-Capture, um Roboter wie Hunde über Gelände zu bewegen. „Die Forschung öffnet viele Wege – Hundebesitzer könnten bald eine 3D-Version ihres Lieblings auf dem PC erstellen. Pure Freude!“