Neben der bewussten Einführung durch Menschen, die Fische in Seen und Teiche setzen, gibt es faszinierende natürliche Prozesse. Ähnlich wie isolierte Inseln, die einst über Landbrücken mit dem Festland verbunden waren, stellen viele Seen Überreste alter, ausgetrockneter Flusssysteme dar. Vor Tausenden Jahren könnten überflutete Flüsse in tief liegende Gebiete geflossen sein und so besiedelte Gewässer geschaffen haben.
Einige Fischpopulationen gehen auf Vorfahren zurück, die von See zu See wanderten. Während adulte Fische kaum über Land migrieren, überleben ihre Eier stundenlang ohne Wasser. Wasservögel nehmen Eier beim Fressen auf, die an Federn haften bleiben und so neue Heimatgewässer erreichen – ein klassisches Beispiel für unbeabsichtigte Ausbreitung, wie Biologen beobachtet haben.
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