Hunde in geparkten Autos zurückzulassen kann das ganze Jahr über lebensgefährlich sein – selbst im Winter bei niedrigen Außentemperaturen, warnen Experten für Hundeschutz der Nottingham Trent University.
In einer zweijährigen Studie überwachten Forscher täglich die Innentemperaturen von leeren Fahrzeugen in Großbritannien. Ergebnis: Temperaturen über 25 °C traten in jedem Monat auf, hoch genug, um Hunde zu gefährden – insbesondere Rassen mit flachen Gesichtern wie Bulldoggen oder Mopsen, die schnell überhitzen.
Die meisten Hunde fühlen sich bei 15 bis 25 °C wohlfühlend, doch dies variiert je nach Rasse, Felllänge, Fitnesslevel und weiteren Faktoren, betonen die Wissenschaftler.
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Die höchsten Werte zeigten sich zwischen 16 und 17 Uhr, mit Spitzen über 35 °C von April bis September.
Bei Temperaturen über 35 °C müssen Hunde hecheln, um sich abzukühlen. In geschlossenen Autos behindern jedoch hohe Feuchtigkeit und fehlende Luftzirkulation diesen Prozess, was den Wärmeaustausch erschwert.
Frühe Anzeichen eines Hitzschlags: Starkes Hecheln, rotes oder dunkles Zahnfleisch und Zunge, Desorientierung, Durchfall, Erbrechen und Unruhe. Ohne rasche Hilfe kann das tödlich enden.

Die kürzlich im Open Veterinary Journal publizierten Ergebnisse fordern jährliche Aufklärungskampagnen – früher als üblich ab Mai.
Dr. Anne Carter, Leiterin der Studie am School of Animal, Rural and Environmental Sciences der Nottingham Trent University, erklärt: „Unsere Daten offenbaren ein größeres Risiko, als bisher vermutet.“
Sie ergänzt: „Viele denken, die Gefahr besteht nur sommerlich mittags. Tatsächlich erreichen Autos ganzjährig kritische Temperaturen, mit Höchstwerten am späten Nachmittag.“