In ihrem Buch Das Taschenbuch der Gartenexperimente präsentiert die Biologin und Autorin Helen Pilcher 80 wissenschaftlich fundierte Experimente, die Familien Spaß machen und Neugier wecken. Helen Pilcher, Expertin für Naturwissenschaften, erklärt: "Es sind 80 Experimente, die Sie entweder in Ihrem Garten durchführen oder Dinge aus Ihrem Garten verwenden können. Es ist für Familien, aber die Experimente sind ohne Einmischung von Erwachsenen für die meisten Kinder ab 11 Jahren machbar. Jüngere werden es hoffentlich auch lieben, brauchen aber vielleicht etwas Hilfe von einem Erwachsenen."
"Es gibt Dinge wie die Herstellung von Conker-Seife, das Färben mit Avocadosteinen und das Erstellen von Moos-Öko-Graffiti. Der Schwerpunkt liegt auf dem Experimentieren und der Förderung der Neugier. Ich möchte Kinder dazu bringen, Fragen zu stellen und dann Dinge zu machen und zu tun, um die Antwort auf diese Fragen zu finden. Meine Tochter war meine sehr strenge 12-jährige Lektorin, die mir gesagt hat, was rein darf und was weggelassen wird!"
Hier sind zwei Experimente, die Sie problemlos zu Hause ausprobieren können.
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Pflanzen aus Essensresten züchten
Viele Pflanzen wachsen so stark, dass sie aus weggeworfenen Teilen neu austreiben – teilweise sogar essbar. Als erfahrene Gärtnerin weiß Helen Pilcher: Probieren Sie es auf der Fensterbank aus!
Sie benötigen:
- Gläser
- Teller oder Untertassen
- Süßwasser
- Essensreste: Karottenspitzen, Zwiebelböden, Sellerie- oder Salatböden, Blattkräuterblätter
Wurzelgemüse
Bei Wurzelgemüse wie Karotten und Roter Bete behalten Sie die Spitze (wo die Blätter ansetzen) und etwas Wurzel. Legen Sie sie auf eine Untertasse mit Wasser. Prüfen Sie täglich und füllen Sie nach, wenn es austrocknet.
Nach wenigen Tagen sprießen frische grüne Blätter – essbar! Rote-Bete-Blätter eignen sich mild für Salate, Karottenblätter können leicht bitter schmecken.
Zwiebeln
Nehmen Sie die Basis der Zwiebel (wo Wurzeln austreiben), egal ob Frühlingszwiebel oder normale. Stellen Sie sie in ein Glas mit etwas Wasser. Täglich austauschen: Bald wachsen neue Wurzeln und essbare grüne Blätter wie Schnittlauch.
Blattgemüse
Feste "Herzen" von Kohl, Salat oder Sellerie lassen sich regenerieren. Stellen Sie sie in Wasser – neue Wurzeln und Blätter bilden sich. Auch Kräuterblätter wie Petersilie, Koriander oder Brunnenkresse wurzeln in Gläsern und können später in Erde gepflanzt werden.
Wussten Sie schon?
Pflanzen regenerieren sich anders als Tiere: Mit Luft, Wasser und Licht wachsen sie nach – doch ohne Erde fehlen Nährstoffe langfristig.
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Schimmel-Handabdruck züchten
Entdecken Sie unsichtbare Mikroorganismen: Schimmelpilze auf Brot werden sichtbar und zeigen Wachstumsbedingungen. Ein klassisches Experiment der Mikrobiologie für zu Hause.
Sie benötigen:
- Drei Scheiben Weißbrot
- Drei Küchentücher
- Wasser
- Drei durchsichtige Plastiktüten
- Klebeband
Schimmel entsteht aus Luftsporen – meist harmlos, seltener pathogen.
- Falten Sie Küchentücher zu Vierteln, befeuchten Sie sie leicht und legen Sie je eines in eine Tüte.
- Drücken Sie Ihre Hand in jede Brotscheibe, um Sporen zu übertragen. Brot auf Tücher legen, Tüten mit Klebeband verschließen.
- Beschriften Sie 1–3: Tüte 1 in Kühlschrank, 2 an warme Fensterbank, 3 in dunklen Schrank. Beobachten Sie das Wachstum.
- Täglich prüfen: Nach 2–3 Tagen Schimmel, nach 7–10 Tagen Ende. Von außen beobachten, nicht öffnen.
- Vergleichen: Wo wächst am meisten? Handform? Bedingungen? Fotos machen, notieren. Erwachsener entsorgt draußen.
Wussten Sie schon?
Manche Schimmelpilze töten Bakterien: Penicillin wurde so entdeckt.