Experten der University of Bristol haben die Ursprünge der ikonischen Tequila-Fledermaus (Leptonycteris yerbabuenae) geklärt. Diese vom Aussterben bedrohte Art aus Amerika haust in Höhlen der heißesten Wüstenregionen Mexikos und bestäubt essenzielle blaue Agavenpflanzen, aus denen Tequila gewonnen wird.
Fledermauspopulationen leiden unter Habitatverlust, Störungen ihrer Ruhestätten und Vorurteilen: Mythen und Ängste vor Krankheitsübertragung gefährden sie unnötig.
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Seit Langem ist bekannt, dass Tequila-Fledermäuse im Frühling in die Sonora-Wüste migrieren, um Jungtiere zu gebären und Pflanzen zu bestäuben. Andere Gruppen bleiben ganzjährig in Süd-Mexiko und bilden im Winter große Kolonien.
Aufgrund hoher Mobilität und Vermischung ist es Naturschützern schwer, priorisierte Nistplätze zu schützen. Forscher der University of Bristol, des Centro de Investigación Científica y de Educación Superior de Ensenada sowie der Universidad Nacional Autónoma de México analysierten DNA-Proben.

Sie bereisten abgelegene Höhlen, um harmlose Hautproben von Flughäuten zu entnehmen. Leiterin Dr. Angelica Menchaca, Fledermaus-Expertin: „Tequila-Fledermäuse sind wunderschön – nach der Nahrungssuche pollenbedeckt und gelb, ein Beweis für ihre Ökosystem-Relevanz.“
„Wir warteten bis Mitternacht, wenn die Mütter jagten, und betraten Höhlen voller Babys in Kinderstuben.“
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Mitochondriale DNA-Analyse verfolgte mütterliche Linien: Die Art umfasst zwei genetisch getrennte Schutzeinheiten in Mexiko.

Dr. Menchaca: „Nordliche Populationen in der Sonora-Wüste zeigen Migration, sommerliche Brut, spezielle Anforderungen und eine eigene Mutterlinie – im Gegensatz zu südlichen Gruppen.“
"Bei Habitatverlust, Fledermaus-Phobien und sinkender Wertschätzung ihrer Dienste müssen wir gezielt schützen. Weitere Studien zu Verhalten und Morphologie folgen."