Riffmantarochen (Mobula alfredi) bevorzugen Meeresschutzgebiete als langfristigen Aufenthaltsort, wie eine aktuelle Studie australischer Forscher der University of Queensland belegt.
Als eine der größten Rochenarten weltweit bewohnen Riffmantarochen tropische und subtropische Gewässer des Indischen und Westpazifischen Ozeans. Ihre Häufigkeit in flachen Küstenriffen macht sie zu Ikonen des Ökotourismus, doch sie geraten durch Fischerei in Bedrängnis – ihre Kiemenplatten sind in der traditionen Asiatischen Medizin hochbegehrt.
Die Ozeanriesen gelten auf der IUCN-Roten Liste als „gefährdet“, ihre Migrationsrouten waren jedoch weitgehend unbekannt. Ein Expertenteam wollte dies ändern, um gezielte Schutzmaßnahmen zu ermöglichen.
Mit Satelliten-Tags und über ein Jahrzehnt gesammelten Foto-Daten identifizierten die Wissenschaftler 1.121 Individuen zwischen Ningaloo Coast und Shark Bay – zwei UNESCO-Welterbe-Stätten an Australiens Westküste.
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„Satelliten-Tags geben uns Einblicke in ihr verborgenes Leben außerhalb touristischer Hotspots, während Foto-Identifikation langfristige Besuchsdaten ermöglicht“, erklärt Studienleiterin Amelia Armstrong von der University of Queensland.
Trotz Wanderungen bis zu 1.100 km zeigten 9,8 Prozent der getaggten Riffmantarochen eine langfristige Bindung an den Ningaloo Marine Park (UNESCO-Welterbe): Sie blieben über 10 Jahre. Die größte gemessene Distanz nach dem Markieren betrug 700 km.
„Diese Erkenntnisse sind entscheidend für Riffmantarochen-Schutz an dieser Küste, da die Gebiete einen soliden rechtlichen Rahmen für weitere Managementmaßnahmen bieten“, betont Armstrong.