Der Megalodon-Hai, bekannt aus dem Film The Meg, überragte seine Verwandten bei Weitem, wie eine neue Studie von Paläobiologen belegt.
Der Megalodon bewohnte die Weltmeere vor etwa 20 bis 3,5 Millionen Jahren. Mit einer Länge von rund 15 Metern – mehr als dreimal so lang wie ein durchschnittlicher Weißer Hai – galt er als eines der größten und mächtigsten Raubtiere aller Zeiten.
Dieser prähistorische Riese gehörte zu den Lamniformen Haien, einer vielfältigen Gruppe, zu der auch der Große Weiße Hai zählt.
Mehr über Haie entdecken:
- Was ist ein Koboldhai?
- Die größten Fische der Welt sind weiblich
Die Größenschätzung ausgestorbener Lamniformen ist schwierig, da Fossilien rar sind. Häufig basieren Berechnungen auf Zahnfossilien – die am besten erhaltenen Reste, da Haie im Laufe ihres Lebens bis zu 40.000 Zähne erneuern. Der Name „Megalodon“ stammt aus dem Altgriechischen und bedeutet „großer Zahn“.
In der Studie unter Leitung von Dr. Kenshu Shimada, Paläobiologe an der DePaul University in Chicago, entwickelten Forscher eine mathematische Gleichung. Sie verknüpft Zahngröße und Körperlänge moderner Lamniformen, um ausgestorbene Arten wie den Megalodon präzise abzuschätzen.
Die Ergebnisse zeigen: Fast alle nicht-planktivoren (nicht-planktonfressenden) Verwandten des Megalodon waren auf maximal 7 Meter beschränkt. Nur wenige planktonfressende Riesen wie Wal- und Riesenhai erreichten vergleichbare Dimensionen.

„Dies ist ein überzeugender Beweis für die wirklich außergewöhnliche Größe des Megalodon“, betont Co-Autor Dr. Michael Griffiths von der William Paterson University in Wayne, New Jersey.
Schätzungen zur Körpergröße helfen Biologen, den Einfluss solcher Giganten auf Ökosysteme und Evolution zu verstehen.
„Lamniforme Haie sind seit dem Zeitalter der Dinosaurier zentrale Fleischfresser der Ozeane und haben die heutigen Meeresökosysteme maßgeblich geprägt“, erklärt Shimada.