Unsere Erde ist geprägt von atemberaubenden Formationen: natürliche Krater und von Menschen geschaffene Abstürze zeugen von geologischer Dynamik und menschlicher Ingenieurskunst. Bergbau, Bohrarbeiten und Naturkräfte formen täglich neue Landschaften.
Entdecken Sie mit uns die größten und faszinierendsten Erdlöcher weltweit – von flammenden Gasfeldern bis zu gigantischen Minen. Diese Galerie offenbart die zerbrechliche Schönheit unseres Planeten.
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1. Darvaza-Gaskrater, Turkmenistan

- Tiefe: 30 Meter
- Ort: Derweze, Turkmenistan
- Ursprung: Von Menschen gemacht
In den frühen 1970er Jahren brach bei Bohrungen in Derweze ein Gasfeld in eine unterirdische Höhle ein. Sowjetische Geologen zündeten das freigesetzte Methan an, um eine Vergiftung der Umwelt zu verhindern. Das Feuer brennt seit fast 50 Jahren weiter. Der Krater misst 69 Meter im Durchmesser und 30 Meter Tiefe.
Heute zieht das "Tor zur Hölle" Touristen an und wurde in Dokumentationen porträtiert – ein Symbol für unbeabsichtigte ökologische Folgen.

2. Kola Superdeep Bohrloch, Russland

- Tiefe: 12.226 Meter
- Ort: Halbinsel Kola, Russland
- Ursprung: Von Menschen gemacht
Ab den 1970er Jahren bohrten sowjetische Wissenschaftler in die Erdkruste, um geologische Geheimnisse zu lüften. 1992 stoppte das Projekt bei 12.226 Metern: Hohe Temperaturen und plastisches Gestein machten weiteres Bohren unmöglich.
Als tiefstes künstliches Loch der Erde (Durchmesser nur 23 cm) wurde es versiegelt; umliegende Anlagen abgerissen.

3. China Clay Pit, Cornwall, Großbritannien

- Tiefe: 70 Meter
- Ort: St. Austell, Cornwall, Großbritannien
- Ursprung: Von Menschen gemacht
Die "Cornish Alps" bei St. Austell beherbergen eine der weltgrößten Kaolinminen. Seit dem 18. Jahrhundert prägt der Abbau die Region; Anfang des 20. Jahrhunderts lieferte Cornwall die Hälfte des globalen China Clay.
Heute aktiv im kleineren Maßstab, formt die Industrie die Landschaft nachhaltig. Das nahe Eden Project entstand auf einer stillgelegten Grube.

4. G-Cans-Gully, Tokio, Japan

- Tiefe: 65 Meter
- Ort: Kasukabe, Japan
- Ursprung: Von Menschen gemacht
Unter Kasukabe verbirgt sich das 2006 eröffnete G-Cans-System: Ein Tunnel- und Silokomplex, der 198 Kubikmeter Wasser pro Sekunde in den Edo ableitet – ein olympisches Becken in 12 Sekunden.
Es schützt Tokio vor Überschwemmungen durch Taifune und Klimawandel. Früher Touristenmagnet, dauert eine Visite bis zu 4 Stunden.

5. Mir Diamond Mine, Russland

- Tiefe: 525 Meter
- Ort: Mirny, Sibirien, Russland
- Ursprung: Von Menschen gemacht
In Sibiriens Kälte liegt die Mir-Mine, eine der tiefsten Diamantgruben. Seit den 1950er Jahren im Betrieb, fördert sie reichlich Kimberlit-Diamanten und plant Vertiefungen über 525 Meter hinaus.

6. Xiaozhai Tiankeng

- Tiefe: 662 Meter
- Ort: Xiaozhai, China
- Ursprung: Natürlich vorkommend
Der tiefste bekannte Tiankeng (511–662 Meter) in China ist seit Jahrtausenden den Einheimischen bekannt. In der Regenzeit speist ein Wasserfall die Difeng-Höhle und mündet 8,5 km entfernt im Migong-Fluss.
Wissenschaftler planen Scans, um Entstehung und Höhlenlabyrinth zu erforschen.
7. Kupfermine Bingham, USA

- Tiefe: 1210 Meter
- Ort: Utah, USA
- Ursprung: Von Menschen gemacht
Die größte künstliche Ausgrabung (1,2 km tief, 4 km breit) ist US-Nationaldenkmal. Über 114 Jahre produzierte sie 19 Millionen Tonnen Kupfer – historisch einzigartig.
Trotz Umweltbelastungen bemüht sich der Betreiber um Sanierung.

8. Batagaika-Krater, Republik Sacha, Russland

- Tiefe: 100 Meter
- Ort: Sibirien, Russland
- Ursprung: Natürlich vorkommend
Der "Tor zur Unterwelt" ist ein wachsender Thermokarst-Trichter durch Permafrost-Auftauen. Als größtes Beispiel weltweit offenbart er Fossilien und alte Wälder, wächst jährlich um 10 Meter.