Die Zukunft des vom Aussterben bedrohten Schwarzfußfrettchens hellt sich auf durch die Geburt von Elizabeth Ann, einem entzückenden kleinen Fellbündel mit scharfen Zähnchen.
Das winzige Jungtier kam am 10. Dezember 2020 im National Black-Footed Ferret Conservation Center (NBFFCC) in Colorado zur Welt. Diese Meilenstein-Ereignis resultiert aus intensiven Erhaltungsbemühungen unter Leitung des U.S. Fish and Wildlife Service.
Es handelt sich um den ersten erfolgreichen Klon einer in den USA heimischen, gefährdeten Art.
"Obwohl diese Forschung noch vorläufig ist, markiert sie das erste Klonen einer heimischen, gefährdeten Art in Nordamerika und bietet ein vielversprechendes Werkzeug für den Schwarzfußfrettchen-Schutz", erklärt Noreen Walsh, Direktorin der U.S. Fish and Wildlife Service Mountain-Prairie-Region.
"Die Erhaltung und Vermehrung wilder Populationen sowie geeigneter Lebensräume bleibt entscheidend für die Erholung der Art und hat höchste Priorität."
Schwarzfußfrettchen galten einst als ausgestorben und stehen heute als gefährdete Art auf der Roten Liste. Der U.S. Fish and Wildlife Service rettete sie vor dem Aussterben, nachdem ein Rancher 1981 in Wyoming eine kleine Kolonie entdeckte.
Das Wyoming Game & Fish Department fing Tiere ein, um ein Zuchtprogramm zu starten.
Heute descendieren alle Schwarzfußfrettchen von nur sieben Gründerindividuen ab – eine genetische Engstelle, die die Wiederherstellung erschwert.
Ohne ausreichende genetische Vielfalt werden Arten anfällig für Krankheiten, genetische Defekte, sinkende Fruchtbarkeit und mangelnde Anpassungsfähigkeit an Veränderungen.

Elizabeth Ann wurde aus Zellen des Frettchens Willa geklont, das seit 1988 im Global Frozen Zoo des San Diego Zoos kryokonserviert ist.
Willa hat keine lebenden Nachkommen, ihre Gene unterscheiden sich stark von den sieben Gründern. Erfolgreiche Fortpflanzung von Elizabeth Ann könnte so wertvolle genetische Vielfalt einbringen.
Experten von ViaGen Pets & Equine produzierten Embryonen aus der gefrorenen Zelllinie und implantierten sie in eine Leihmutter.
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Die Leihmutter wurde zu NBFFCC gebracht, wo sie Elizabeth Ann gesund zur Welt brachte.
"Der Frozen Zoo von San Diego Zoo Global wurde vor über 40 Jahren gegründet, um Lösungen für künftige Naturschutzprobleme zu bieten", sagt Oliver Ryder, Director of Conservation Genetics bei San Diego Zoo Global. "Wir sind stolz, kryobankierte Zellkulturen für dieses bahnbrechende Projekt bereitgestellt zu haben."
Elizabeth Ann und ihre Leihmutter leben nun getrennt von anderen Zuchttiere im NBFFCC, bis weitere Forschung abgeschlossen ist. Das Team plant weitere Klone in den kommenden Monaten.