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Warum lecken Katzen Menschen ab? Experten erklären das Verhalten

Katzen sind wahre Meister des Leckens. Studien zeigen, dass eine adulte Hauskatze bis zu 8 Prozent ihrer Wachzeit mit der Pflege ihres Fells durch die Zunge verbringt. Lecken spielt auch eine soziale Rolle: Erwachsene Katzen lecken sich oft kurz vor der Paarung gegenseitig.

Aber warum lecken Katzen Menschen? Die gute Nachricht: Es handelt sich nicht um ein Paarungsritual. Die weniger erfreuliche: Wissenschaftler und Katzenexperten sind sich nicht ganz einig über die genaue Ursache, wenn die raue Zunge Ihrer Katze über Gesicht oder Hand gleitet.

Es gibt keine einheitliche Erklärung, aber drei Haupt-Theorien erklären dieses Verhalten bei Hauskatzen.

Warum lecken Katzen Menschen ab?

Hier die drei gängigsten Theorien:

  • Sie signalisieren Vertrauen.
  • Sie analysieren biochemische Spuren auf Ihrer Haut.
  • Sie markieren Sie als ihr Eigentum.

Die Vertrauenstheorie

Ja, es könnte bedeuten, dass Ihre Katze Ihnen vertraut – oder Sie zumindest nicht als Bedrohung sieht.

„Dieses Lecken ähnelt dem Allogrooming bei Katzen, einer gegenseitigen Fellpflege. Kätzchen lernen es von der Mutter, um sauber zu bleiben und Bindungen zu stärken“, erklärt Dr. David Sands, Tierpsychologe mit über 25 Jahren klinischer Erfahrung.

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„Erwachsene Katzen lecken nur Tiere, denen sie vertrauen und die keine Konkurrenz darstellen. Dieses Verhalten kann auf Menschen übertragen werden. Katzen unterscheiden nicht streng zwischen Artgenossen und Menschen – für sie zählt nur, ob Sie Konkurrenz sind oder nicht. Lecken signalisiert: Sie sind keine.“

Mit anderen Worten: Es ist kein starkes Liebesbeweis, aber zumindest neutral positiv – so gut es bei Katzen geht.

Warum lecken Katzen Menschen ab? Experten erklären das Verhalten

Die Studie der University of Lincoln „Hauskatzen zeigen keine Anzeichen einer sicheren Bindung an ihre Besitzer“ unterstreicht dies. Bei 20 Katzen-Besitzer-Paaren verhielten sich die Katzen mit Fremden genauso anhänglich wie mit ihren Menschen.

Die Forscher schlussfolgern: „Erwachsene Katzen sind autonom, auch in sozialen Beziehungen, und benötigen andere nicht zwingend für Sicherheit.“

Die biochemische Theorie

Katzen haben extrem sensible Geschmacksknospen und nehmen Gerüche auf unserer Haut wahr, die Pheromone anderer Tiere enthalten könnten, sagt Sands.

„Salz, Lotion oder Essensreste sind für Katzen spannend. Lecken dient der genauen Prüfung dieser Düfte.“

Die Markierungstheorie

Katzen sind „Duftmaschinen“, wie Sands sagt, und lieben ihren eigenen Geruch über alles. Nach dem Streicheln lecken sie sich oft, um Ihren Duft zu überdecken.

„Vieles dreht sich um Territorium und Besitz. Beim Lecken von Katzen oder Menschen reiben sie ihren Duft ein: „Das gehört mir!‘ Reiben oder Lecken drückt also oft Besitzanspruch aus, nicht nur Zuneigung.“