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Fadenwürmer auf der ISS: Britische Experten erforschen Schutz vor Muskelschwund für Astronauten

Hunderte winziger Fadenwürmer (Caenorhabditis elegans) starten am 3. Juni zur Internationalen Raumstation (ISS). Sie helfen Forschern, Muskelschwund in der Schwerelosigkeit zu verstehen und zu bekämpfen.

Diese 1 mm großen Organismen teilen viele biologische Eigenschaften mit Menschen und reagieren ähnlich auf Weltraumbedingungen wie Muskelabbau und Stoffwechselstörungen.

Die Mission baut auf Studien aus 2018 auf und zielt darauf ab, verursachende Moleküle zu identifizieren sowie neue Therapien zu testen. Langfristig könnte sie Behandlungen für Muskeldystrophien ermöglichen – erbliche Erkrankungen, die zu fortschreitender Muskelschwäche führen.

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„Experimente im Weltraum erweitern unser Wissen und bringen reale Vorteile für die Erde“, betont Wissenschaftsministerin Amanda Solloway. „Dass Würmer uns helfen könnten, gesünder und länger zu leben, ist faszinierend – stolz auf britische Spitzenforschung!“

Dr. Bethan Phillips, außerordentliche Professorin für klinische, metabolische und molekulare Physiologie an der University of Nottingham School of Medicine, erklärt: „Seit dem Weltraumzeitalter beunruhigt der Muskelschwund bei Raumfahrern. Diese Mission vertieft unsere Erkenntnisse und testet Prävention – mit Nutzen für Erde und Kosmos.“

Fadenwürmer auf der ISS: Britische Experten erforschen Schutz vor Muskelschwund für Astronauten

Die Würmer reisen in 24 streichholzschachtelgroßen Kulturbeuteln mit der SpaceX Cargo Dragon 2 vom Kennedy Space Center zur ISS. Dort laufen die Experimente im Inkubator des Columbus-Moduls.