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Sind Tiere wirklich monogam? Fakten aus der Biologie

Biologen unterscheiden streng zwischen sozialer Monogamie – bei der ein Paar zusammenlebt, paart, Ressourcen teilt und die Jungen betreut – und genetischer Monogamie, bei der das Paar ausschließlich miteinander Sex hat und Nachwuchs zeugt.

In vielen menschlichen Kulturen wird Monogamie hochgeschätzt, doch bei Säugetieren ist sie eine Rarität: Nur 3 bis 5 Prozent der Arten leben sozial monogam. Dazu zählen beispielsweise bestimmte Fledermausarten, Grauwölfe, einige Primaten, Präriewühlmäuse und eurasische Biber. Bei Vögeln hingegen ist sie die Regel: Etwa 90 Prozent der Vogelarten praktizieren soziale Monogamie. Bei Fischen, Reptilien und Amphibien bleibt sie die Ausnahme.

Entscheidend: Soziale Monogamie impliziert keine lebenslange Treue. Viele Tiere nutzen diskrete Gelegenheiten für Seitensprünge, wenn der Partner nicht hinsieht.

Die Evolution erklärt Monogamie damit, dass zwei Elternteile die Überlebenschancen der Nachkommen maximieren – durch gemeinsame Pflege, Fütterung und Schutz.

  • Dieser Artikel erschien zuerst in Ausgabe 371 des BBC Science Focus Magazinehier können Sie sich anmelden

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