Das Projekt Galileo startet eine bahnbrechende Mission: Es durchsucht unser Sonnensystem und darüber hinaus nach Relikten außerirdischer Zivilisationen. Ob potenzielle Sonden wie 'Oumuamua oder ferne Megastrukturen – diese Hinweise könnten unsere Sicht auf das Universum revolutionieren.
- Projekt Galileo: Die Jagd nach versteckter außerirdischer Technologie in unserem Sonnensystem
Megastrukturen

Mit steigendem Energiebedarf, wie bei uns auf der Erde, müssen fortgeschrittene Zivilisationen ihren Stern optimal nutzen. Der Physiker Freeman Dyson schlug 1960 vor, dass Außerirdische ihren Asteroidengürtel abbauen und zu einer kugelförmigen Hülle um ihren Stern formen könnten. Diese Dyson-Sphäre wäre zwar instabil, doch ein äquatorialer Ring oder Satellitenkonstellationen fängen enorme Energiemengen ein und bieten riesige Wohnflächen.
Solche Strukturen verraten sich durch Infrarot-Strahlung, da gefangene Sternenenergie als Wärme abgestrahlt wird. Verdunklungen des Sternenlichts, wie bei KIC 8462852 (Tabby's Star), könnten auf Orbitalkörper hindeuten – auch wenn Staub alternative Erklärungen liefert. Ungewöhnliche Lichtschwankungen bei anderen Sternen bleiben spannend.
Industriechemikalien

Unsere Zivilisation verschmutzt die Atmosphäre mit Chemikalien – Außerirdische könnten dasselbe tun. Diese Signale sind nachweisbar und deuten auf Intelligenz hin. Beim Transit eines Exoplaneten filtriert sein Sternenlicht durch die Atmosphäre und zeigt charakteristische Absorptionslinien.
Der Astrophysiker Avi Loeb empfiehlt, nach Tetrafluormethan (CF4) und Trichlorfluormethan (CCl3F) zu suchen – einfache Kältemittel. "Bei 10-fachem terrestrischem Niveau sind sie mit dem James-Webb-Weltraumteleskop in 1,2 bzw. 1,7 Beobachtungstagen nachweisbar", erklärt Loeb.
Lichtsegel

Aliens teilen unser Problem bei Raumsonden: Hoher Treibstoffverbrauch. Robert Forward Lösung aus 1984: Lasergetriebene Lichtsegel. Eine 1-Tonne-Sonde an einem 3,6 km breiten Segel erreicht mit einem 65-GW-Laser 11 % Lichtgeschwindigkeit und fliegt in 40 Jahren an Alpha Centauri vorbei.
Breakthrough Starshot baut darauf auf: Ein Gramm Nutzlast mit 100 GW auf 20 % Lichtgeschwindigkeit zu Proxima Centauri. Solche ET-Laserimpulse könnten wir als Blitze orten.
Wurmloch-Transportsysteme

Fortgeschrittene Zivilisationen manipulieren Raumzeit för Wurmlöcher – erlaubte Abkürzungen per Einsteins Theorie. Instabile Löcher brauchen 'exotische Materie' mit negativer Schwerkraft, ähnlich dunkler Energie.
Ein Wurmloch-Netzwerk zeigt sich durch Gravitations-Mikrolinsen: Einzigartige Lichtverstärkungsmuster. Prof. Fumio Abe (Universität Nagoya): "Bei Häufigkeit wie Sterne und Radius 100–10 Mio. km nachweisbar durch Reanalysen alter Daten."
- Dieser Artikel erschien zuerst in Ausgabe 374 des BBC Science Focus Magazine – Erfahren Sie hier, wie Sie sich anmelden können
Mehr zu außerirdischem Leben:
- Die Mission, eine außerirdische Stadt mit der Sonnen-Schwerkraft zu finden
- Sollten wir Außerirdischen unsere Existenz signalisieren?