Innerhalb von 50 Jahren wird ein Mensch den Mars erreichen, ist sich ESA-Astronaut Tim Peake überzeugt.
Der erfahrene Astronaut der Europäischen Weltraumorganisation hält es jedoch für unwahrscheinlich, dass dies in den nächsten 20 Jahren gelingt.
Auf der britischen Weltraumkonferenz in Newport erklärte Major Peake, eine Entdeckung von Leben auf dem Roten Planeten sei zwar unwahrscheinlich, doch selbst eine einzige Zelle wäre "von enormer Bedeutung".
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Der Major sagte der Nachrichtenagentur PA: "In den nächsten 50 Jahren werden wir die Menschen auf dem Mars feiern. Da bin ich mir ganz sicher."
"Ich wäre vorsichtig mit der Aussage, dass wir in den nächsten 20 Jahren die Menschen auf dem Mars feiern werden."
"Also denke ich, dass es irgendwo zwischen 20 und 50 Jahren passieren wird."
"Kommerzielle Unternehmen werden eine große Rolle dabei spielen, wie und wann wir diese Mission erfüllen."
Lebenszeichen auf dem Mars wären ein "Spielveränderer", der Fragen zu anderen Sonnensystemen aufwirft, fügte er hinzu.
Major Peake scherzte: "Ich glaube nicht, dass irgendjemand erwartet, kleine grüne Männchen auf dem Mars herumlaufen zu sehen."

Er sprach auch über die Herausforderungen der Raumfahrtindustrie bei verantwortungsvollen Reisen ins All.
"Weltraumschrott ist außer Kontrolle geraten, wird nun aber reguliert. Wir fordern Satellitenbetreiber auf, ihre Geräte am Lebensende aus der Umlaufbahn zu entfernen oder risikofrei zu deaktivieren."
"Wir können mehr tun – die Probleme der Vergangenheit bereinigen. Doch wir sind uns des Problems bewusst."
Es sei essenziell, den Weltraum zu säubern, bevor ein "katastrophaler Einschlag" Ressourcen wie Telekommunikation, die ISS oder Wettersysteme zerstört.
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"Da der Weltraum wirtschaftlich immer wertvoller wird, erkennen die Menschen die Bedrohung", sagte Major Peake.
Auch Regulierung des Weltraums und Management künstlicher Intelligenz müssen adressiert werden.
"Es geht darum, die richtigen Gespräche zur richtigen Zeit zu führen", betonte er.
"Wir müssen jetzt über KI reden – wie kontrollieren und managen wir sie? Über den Weltraum: Wem gehört er, wer reguliert ihn, wie steuern wir zukünftige Missionen?"
"Es gibt wichtige Herausforderungen, um alles verantwortungsvoll und nachhaltig zu gestalten."