Beobachter, die heute Nachmittag sicher in Richtung Sonne schauen, entdecken vielleicht eine winzige schwarze Silhouette, die sich langsam über die leuchtende Sonnenscheibe bewegt – ein faszinierendes, seltenes Himmelsereignis.
Beim Merkur-Transit wandert der kleinste Planet unseres Sonnensystems präzise zwischen Erde und Sonne hindurch.
Der letzte Transit ereignete sich 2016, der nächste folgt erst 2032.
Das Spektakel startet um 12:35 GMT, wenn Merkurs Rand die Sonnenscheibe berührt, und endet um 18:04 Uhr, wenn der Planet als dunkle Silhouette abtritt.

Je nach Standort können Beobachter den Transit bis zu 2 Minuten vor oder nach diesen Zeiten wahrnehmen, da Merkur scheinbar einen leicht abweichenden Pfad nimmt.
Professor Mike Cruise, Präsident der Royal Astronomical Society (RAS), betont: „Dies ist ein seltenes Ereignis, auf das wir 13 Jahre warten müssen. Transite verdeutlichen eindrucksvoll die Planetenbahnen um die Sonne. Mit der richtigen Ausrüstung lohnt ein Blick – oder besuchen Sie bei klarem Wetter eine organisierte Veranstaltung bzw. folgen Sie einem Live-Webcast.“
„Wichtig: Beachten Sie stets die Sicherheitsregeln! Ein ungeschützter Blick in die Sonne kann irreversible Augenschäden verursachen.“

Der Transit ist vollständig sichtbar aus den östlichen USA und Kanada, Südwest-Grönland, der Karibik, Mittel- und Südamerika sowie Teilen Westafrikas.
In Europa – inklusive Großbritannien, Nahost und大部分 Afrikas – geht die Sonne vor Transit's Ende unter. In großen Teilen der USA, Kanadas und Neuseelands beginnt er bei Sonnenaufgang.
Ostasien, Süd- und Südostasien sowie Australien sehen nichts davon.
Merkur umkreist die Sonne alle 88 Tage und kreuzt alle 116 Tage die Erdsichtlinie zur Sonne. Seine geneigte Bahn führt ihn meist darüber oder darunter hindurch.
Von BBC Sky at Night Magazine:
- Wie man den Merkur-Transit fotografiert
- Merkur-Transit am 11. November 2019: Was es ist und wie man es sieht
Ein Transit erfordert perfekte Ausrichtung von Erde, Merkur und Sonne in einer Linie. Pro Jahrhundert gibt es 13–14 solcher Ereignisse – rar, aber weltweit beobachtbar, wie die RAS erklärt.
Merkur verdeckt nur einen winzigen Sonnenanteil. Niemals mit bloßen Augen anschauen!
Ohne Schutz drohen schwere, bleibende Augenschäden – auch außerhalb des Transits.
Britische Amateurastronomen und Observatorien bieten sichere Events und Live-Streams an.